Wenn Energie sich verwandelt – aus negativ wird positiv

Manchmal läuft in unserem Leben nicht alles nach Plan. Manchmal läuft auch gar nichts wie gedacht. Immer wieder müssen wir uns neuen Situationen stellen.

Es gibt diese gravierenden Einschnitte, aber auch im ganz normalen Alltag verläuft vieles anders als gedacht. Mein Lebensplan sah nicht vor, dass ich mit dreißig einen Großteil des Tages im Rollstuhl sitze. Und was ist jetzt?

Mein Lebensplan sah auch nicht vor, dass die Schwangerschaften mit meinen Kindern oder die Geburten und die Zeit danach so dramatisch und voller Sorge sein werden. Und was war?

Aber es muss bei weitem nicht so lebensentscheidend sein, wie diese Beispiele.

Es kann auch ganz banal sein:

Die Milch für den Kaffee ist schlecht – das war mit Sicherheit so auch nicht geplant.

Der geplante Ausflug fällt ins Wasser – nicht geplant.

Jeder von euch kennt bestimmt 1000 Beispiele und noch mehr.

Aber was passiert eigentlich, wenn so etwas geschieht. Bei mir ist dann oft erst einmal alles blöd. Schlecht, dumm gelaufen, die negative Energie nimmt zu.

Wisst ihr wo mir das auch passiert ist? Bei unserem geplanten Trip zur Blogfamilia.

Wenn man sich dann aber traut, das Ganze laufen zu lassen, die Energie fließen lässt, dann kann aus negativen Dingen auch positives werden.

Ich lebe mein Leben, ganz egal ob mit oder ohne Rollstuhl. Es gibt Hindernisse ja und vielleicht ist es meine Aufgabe darauf aufmerksam zu machen?

Ich habe zwei wundervolle Kinder, die ich über alles liebe. Auch der Zeit im Krankenhaus konnte ich positive Aspekte abgewinnen. Wir kämpfen auch heute noch, ja es ist nicht immer einfach. Die Herausforderungen sind groß. Aber es gibt Dinge die kann ich nicht ändern. Ich muss es aushalten und schauen, wie ich das beste daraus mache.

Die Milch ist schlecht – ein Kaffee weniger am Tag, das schadet bestimmt nicht (Wenn es der erste Kaffee ist, kann die Laune schlecht sein, aber auch das entwickelt sich)

Der Ausflug fällt aus weil es regnet – vielleicht entdeckt man einen Regenboden und auch Pfützen springen kann Freude machen.

Wir Menschen meinen so oft wir haben alles in der Hand. Das erzeugt Druck. Aber das haben wir nicht. Weder in unserem Leben noch in der Erziehung unserer Kinder. Wir können da sein, aushalten, begleiten und zusammen halten.

Und uns dann neu ausrichten und sehen was geschieht.

Um nochmal auf unsere Berlinreise zurück zu kommen. Ja, das lief blöd. Ich konnte kaum noch nach vorne sehen. Ich hätte aufgegeben. Und dann? Dann wart ihr da – das Internet hat gezeigt was möglich ist, wenn man zusammen hält. Wenn man ein Zeichen für Inklusion und Barriefreiheit setzt. Wir haben zusammen gelacht und geweint und aus meinem ursprünglich negativen Tweet ist etwas ganz positives entstanden.

Ich hoffe das geht so weiter, denn heute bin ich zusammen mit der Blogfamila und Sophie Lüttich bei der Deutschen Bahn eingeladen um uns über barriefreies Reisen auszutauschen.

Energie kann sich verwandeln – aus negativ kann positiv werden, wenn wir es zulassen.

 

Eure

wheelymum

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1 Kommentar

  1. Lydiaswelt

    Ich sehe das ebenso. Die Probleme sind da, okay. Aber das lösungsorientierte Denken und Handeln trägt erst zur Lösung bei. Und das ist ganz wichtig.

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