Kleine Behindernisse: Der Badewannenlifter und die Verträge der Krankenkasse

Ich habe einen Badewannenlifter. Dieser hilft mir und den Menschen dir mich bei der Körperpflege unterstützen, dass ich Rückenschonend und angenehm in die Badewanne komme. Vorgeschlagen vom Pflegedienst und zügig von der Krankenkasse genehmigt.

Die Verordnung vom Arzt gibt man dann in einem Sanitätshaus ab, welchen einen Vertrag mit der Krankenkasse hat. Genau so habe ich das vor 3 Jahren gemacht und darauf hin zog Hugo bei uns ein. Er hat uns den Alltag durchaus erleichtert.

Hugo ist eine Leihgabe – das bedeutet ich darf ihn benutzen aber er gehört uns nicht. Er gehört dem Sanitätshaus und dieses bekommt dafür Geld von der Kranken bzw. Pflegekasse.

Hugo gehört einem Sanitätshaus bei uns im Ort. Er hat sich in unserer Familie sehr wohl gefühlt und wir haben ihn immer gut behandelt.

In diesem Sommer bekam ich ein Schreiben des Hilfsmittelzentrums meiner Krankenkasse. Hugo muss leider ausziehen. Falls ich immer noch einen Badewannenlifter brauche, wird mir von einem anderen Sanitätshaus ein gebrauchter Lifter zur Verfügung gestellt. Ich soll bitte mit diesem Sanitätshaus Kontakt aufnehmen.

Das habe ich getan. Man sagte mir man melde sich wieder bei mir. Als ich ein paar Wochen später nach Hause fand ich einen Zettel im Briefkasten. Man hätte mich versucht gegen 10 Uhr versucht anzurufen, weil ich leider nicht da war, kam ein Mitarbeiter der gerade in der Nähe war um 11 Uhr vorbei und wollte mir einen neuen Badewannenlifter bringen. Leider war ich auch dann nicht da und solle bitte unter der Nummer XXX zurück rufen.

Gesagt getan.

Ja, es sei schade gewesen, dass ich nicht zu Hause gewesen bin, denn der Mitarbeiter musste noch einen anderen Stuhl austauschen und war gerade in der Nähe. Nun müssen wir einen Termin vereinbaren, denn mein Wohnort liegt über 300 km vom Sanitätshaus entfernt.

Ha puh,…

Ganz ehrlich, ja das lief blöd.

Aber noch blöder finde ich, dass ein Vertrag aus Kostengründen ausläuft, mit einem Sanitätshaus vor Ort und ich ein Hilfsmittel dafür nun von über 300 km aus angeliefert bekommen soll.

Wir haben einen neuen Termin vereinbart und der Mitarbeiter fand das genau so dämlich. Denn auch hier läuft der Vertrag mit der Krankenkasse nur bis Ende 2019 und danach wird frisch verhandelt.

Hier frage ich mich wirklich was alles falsch läuft und wo überall versucht wird, Kosten zu sparen.

wheelymum

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3 Kommentare

  1. V. Glumski

    Das passiert nicht nur beim Badewannenlift. Mit Weichlagerungsmatrazen ist es genauso. Die werden für Köln von hinter Koblenz geliefert. Ohne adäquate Beratung.

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  2. Lydiaswelt

    Das ist wie bei meinen Fahrtkosten zu der 300 km entfernten Spezialklinik für meine Augenerkrankung. Das Taxi würde anstandslos bezahlt, eine sehende Begleitung, die mich alternativ mit dem PKW hinfährt nicht. Und das, obwohl diese Lösung nur einen Bruchteil der Taxikosten ausmacht. Sparen um jeden Preis eben.

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    1. wheelymum (Beitrag Autor)

      Es ist so verrückt

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