Mein erster Beitrag in 2026 ist gleich einmal Tagebuchbloggen. Das mag ich sehr. Bei uns sind an diesem ersten Montag im neuen Jahr noch Ferien. So können wir gemütlich in den Tag starten. Es gibt Kaffee und Müsli und danach besprechen wir, was heute gemacht werden will, soll und darf.
Der Plan erweist sich als voll, aber auch als schön. So starten wir nach dem Frühstück damit das Auto zu laden, denn wir wollen rodeln gehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit und einer Packerei, als wenn wir 3 Wochen in Urlaub fahren, müssen die Scheiben noch freigekratzt werden und dann geht es los. Nicht zu weit, nur in die nächste Großstadt mit Berg. Doch welch Enttäuschung – auf dem Rodelhang da liegt kein Schnee. So essen wir Plätzchen, trinken Tee im Auto und lesen dazu die Geschichte der Schlittenfahrt von Mats, Fratz und Lisettchen. Ja, auch wenn die Kinder dafür schon viel zu groß sind, fühlen sie sich mit solchen kleinen Ritualen geborgen. Uns kommt eine Idee – vielleicht liegt ganz oben auf dem Berg doch mehr Schnee. Wir fahren also hoch, doch auch hier nur gezuckert. Wir entscheiden uns dennoch für einen Waldspaziergang. Es ist schön, aber auch echt kalt. Ein Kind meckert sehr viel und möchte gerne wieder nach Hause.
Doch die to do Liste ist noch lange für diesen Tag. Als wir wieder im Auto sind, ist der Parkplatz gut gefüllt und der Ablauf, wie wir ihn geplant hatten war genau richtig. Denn wir wir zuerst die to dos erledigen und danach das Schöne kommt, habe ich oft keine Kraft mehr für das Schöne. Also müssen wir etwas tricksen, dann klappt alles, oder ich bleibe beim letzten Einkauf einfach im Auto sitzen.

Nun geht es für uns aber erst einmal durch die Stadt zum Kölle Zoo. Ein Kind wünschte sich zu Weihnachten ein Aquarium und das möchte jetzt mit Wasserpflanzen bepflanzt werden, bevor dann irgendwann die Fische einziehen können. Durch eine Vielzahl unglücklicher Umstände ist es nun eben der 5. Januar geworden, an dem wie diese Wasserpflanzen aussuchen werden. Nun hat das andere Kind keine Lust mehr und möchte nach Hause. Mitgehangen mitgefangen…..

Nach einer gefühlten Ewihkeit später sitzt ein sehr glückliches Kind im Auto und wir machen uns auf den Heimweg. Zwei Stopps fehlen aber noch:
- Drogeriemarkt – ich bleibe im Auto sitzen und lese
- Ikea – Liegt einfach auf dem Rückweg und wir müssen dann nicht an einem anderen Tag nochmal extra los. Dort gibt es für die Kinder auch etwas zum Essen und die Laune steigt bei allen wieder. Danach geht es nun aber endgültig nach Hause.

Ich fühle mich völlig erschlagen und schlafe erst mal eine Stunde. Nun sollen es glutenfreie Schupfnudel werden. Dann das Zöliakiekind hat am nächsten Tag ein Ehrenamt. Und hier essen alle gemeinsam. Es wird Schupfnudel geben und es möchte natürlich auch Schupfnudel. So schaue ich die Qualifikation des Ski Springens am Laptop und mische einen Teig für die Schupfnudeln zusammen. Ich werkle zwei Stunden lang und habe bei jeder Fuhr, die ich ins Wasser gebe Angst, dass sie zerfallen. Aber es scheint zum größten Teil zu halten. Hüsch sind sie nicht, aber immerhin am Stück – das darf reichen.

Danach backe ich zusammen mit dem Januarwunder unseren DreiKönigskuchen. Wir machen einen glutenfreien Nusskuchen mit dem restlichen Marzipan und dem letzten Schokonikolaus – so ist alles verwertet und der Kuchen saftig und lecker. Eine ganze Mandel kommt mit hinein und wer diese findet ist dann der König für einen Tag.
Die Schupfnudeln sind fertig, der Kuchen bäckt und ich ruhe mit mit Wärmfalsche aus. Ich schreibe eine Liste mit Namen bei denen ich mich ab Mittwoch melden muss. Vor der Wichteltür liegt ein Brief, in dem die Wichtel ihren Abschied für den Abend am 6. Januar ankündigen. Sie schreiben ganz viel über die schöne Zeit bei uns und haben noch die Idee, dass wir heute alle unter dem Weihnachtsbaum schlafen und einen Film anschauen.
Damit verabschiedet sich dieser Tag. Denn ich bin die erste die einschläft.
Eure
Wheelymum