Der menschliche Körper für clevere Kids Als Familie mit mehreren Chronischen Krankheiten ist unser Körper bei uns zuhause oft mehr Thema, als ich es mir früher jemals vorgestellt hätte. Ist es ein Infekt oder gab es eine Kontamination mit Gluten? Reagiert das Immunsystem gerade auf Pollen oder kämpft der Körper wirklich gegen Viren? Was genau passiert mit dem Körper oder eben auch nicht, sind schon immer Themen bei uns gewesen. Nicht zum Angst machen, sondern zum verstehen und einordnen. Dadurch entstand hier aber auch Interesse für andere Abläufe im Menschen. Hier kam ich dann doch hin und wieder oder auch immer öfters je älter die Kinder werden an meine Grenzen.
Klar, es gibt das Internet, aber es gibt doch auch Bücher! Kennt ihr noch ein Lexikon? Ich muss sagen, außer einem Dino Lexion und dem Lexikon mit besonderen Wörtern haben wir keins zu Hause. Doch das hat sich jetzt geändert. Denn mit dem Buch „Der menschliche Körper für clevere Kids – Lexikon mit farbigen Abbildungen“ (Link zum Partnerprogramm) ist ein Körperlexikon hier eingezogen.
Wir toll ist das bitte? Und warum hatten wir das nicht früher? Was mir besonders gefallen hat, ist die liebevolle und gleichzeitig verständliche Art, mit der komplexe Vorgänge im Körper erklärt werden. Viele Sachbücher für Kinder bleiben entweder zu oberflächlich oder werden schnell so medizinisch, dass Kinder nach zwei Seiten aussteigen. Dieses Buch schafft für mich einen sehr schönen Mittelweg. Die farbigen Illustrationen helfen dabei enorm, weil Kinder eben nicht nur hören wollen, dass etwas im Körper geschieht – sie möchten es auch sehen können.
Bei uns war das Buch direkt in einem ganz alltäglichen Moment hilfreich. Mein Sohn fragte diese Woche :
„Mama, warum muss ich die ganze Zeit niesen, aber ich fühle mich gar nicht krank?“
Und plötzlich waren wir mitten in einem Gespräch darüber, wie der Körper auf Pollen reagieren kann. Dass bei Heuschnupfen das Immunsystem eigentlich harmlose Stoffe wie Blütenstaub für gefährlich hält und deshalb Histamin ausschüttet. Dass dadurch die Nase läuft, die Augen jucken und man sich manchmal schlapp fühlt. Obwohl gar kein Virus dahintersteckt. Ein paar Tage später ging es dann um die Frage, was bei einer richtigen Erkältung anders ist: wie Viren in den Körper gelangen, warum Schleim entsteht und weshalb der Körper manchmal Fieber entwickelt, um sich selbst zu schützen.

Genau solche Gespräche ermöglicht dieses Buch auf eine sehr natürliche Weise. Es beantwortet nicht nur Kinderfragen, sondern hilft auch uns Eltern dabei, komplizierte Zusammenhänge kindgerecht zu erklären, ohne selbst erst lange nach den richtigen Worten suchen zu müssen.
Besonders berührt hat mich persönlich, dass das Buch Kindern ein Gefühl für ihren eigenen Körper vermittelt. Gerade wenn man – wie bei uns – mit Krankheit im Familienalltag lebt, kann Wissen viel Angst nehmen. Kinder lernen hier nicht nur Namen von Organen auswendig, sondern verstehen, dass der Körper ein erstaunliches Zusammenspiel ist, das jeden Tag für uns arbeitet. Es werden Vergleiche angestellt, Zusammenhänge erschlossen und auch Menschen gezeigt, nach denen bestimmte Dinge benannt wurden oder die große Entdeckungen für die Menschheit gemacht haben.

Ich würde dieses Buch deshalb von Herzen Familien mit Kindern im Grundschulater empfehlen, die neugierige Kinder zuhause haben oder deren Kinder beginnen, Fragen über Gesundheit, Krankheit und den eigenen Körper zu stellen.
