Pädagogische Bücher – von Märchen, dem genauen hinhören, Kunst und wie Hand und Mund sich helfen können

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So grausam einem manchmal Märchen auch erscheinen – sie haben meistens eine tiefere Bedeutung. Neben dem reinen Vorlesen von Märchen – können diese aber viel mehr. Man kann in sie hineinblicken und teile davon erleben. So verlieren auch häufig gruselige oder angsteinflößende Gestalten ihre Böses – man kann hinter die Fassade schauen und das Gute am Ende wird siegen. Neben den klassischen Märchen wie z.B. der Gebrüder Grimm, gibt es noch viel viel mehr. Im Buch Mit Märchen die Natur erleben: Geschichten, Spiele und Lieder durch das Jahr. Für Kinder von 4 bis 8*
aus dem Don Bosco Verlag werden zwölf unterschiedliche Märchen, aus aller Welt vorgestellt. Der besondere Zusammenhang hierbei ist der direkte Bezug zur Natur. Im Märchen, aber auch in den Gestaltungs- – und Wahrnehmungsideen danach. Mein Lieblingsmärchen ist das Märchen aus Griechenland zum Monat Januar: Die zwölf Monate

Neben der Geschichte gibt es einen kleinen Notizkasten zum Januar – gerade nach der oft opulenten Weihnachtszeit, kann die kühle und Ruhe im Januar sehr gut tun. Als Kreativangebot gibt es eine Vorlage für eine Monatsuhr und das das Lied: Es war eine Mutter. Mein persönliches Highlight ist das Naturerlebnis und Experiment der Spurendetektive, indem man Tierspurensuche geht. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Tierkarten vom Moses Verlag ans Herz legen. Damit können auch Kinder im Alter von 4 Jahren schon wunderbar auf Spurensuche gehen. Denn Bilder, Fußspuren und Infos ergänzen sich hier im handlichen Format.

Neben diesem Märchen sind noch 11 weitere im Buch – für jeden Monat ein eigenes. Natürlich kann man diese auch anders anwenden. Und jedes Märchen wird ergänzt durch einige Aktionen aus den Bereichen: Experimente, Kreativarbeit, Naturerlebnis, Spiel und Lied. Nicht nur für den Kindergarten ein schönes Buch, sondern auch für zu Hause, wenn man mehr möchte, als nur ein Märchen vorlesen.

 

Mehr als „nur Malen“ ist auch der Bereich ästhetische Bildung. Das Buch Malen, bauen und erfinden: Ästhetische Bildung* nimmt uns an die Hand und führt uns in diese Vielfalt ein. Denn
„In der ästhetischen Bildung….., dass Kinder eine große Vielzahl an sinnlichen Eindrücken erfahren und Möglichkeiten entwickeln, ihre Wahrnehmung auf kreative Weise auszudrücken. Seite 15….“ aus dem Verlag Modernes Lernen

Die gesamte Ästhetik geht über die Sinne. Und zwar über alle. Dazu wird im Buch sogar Plato zitiert, der die sinnliche Wahrnehmung als Werkzeug versteht, dass uns zu Erkenntnissen hilft. Im Einführenden Theorieteil werden verschiedene Bereiche wie die Malentwicklung, das plastische Gestalten und aber auch die Raumgestaltung besprochen. Zum Thema Malentwicklung und Ton habe ich hier bereits aus einzelne Bücher vorgestellt.

Im darauffolgenden umfassenden Praxisteil werden die unterschiedlichsten Gestaltungsmaterialien vorgestellt und Impulse dazu gegeben.
Es gibt weitere Unterkategorien wie Malen und Zeichnen, welches sich dann in Freies Malen, Farbmischungen, Farben aus der Natur und Zufallstechniken unterteilt.
Ähnlich baut sich das Buch auch in den Bereichen Formen und Bauen, Spielen und Darstellen und Forschen und Entdecken auf. Es zeigt sich deutlich, dieses Buch ist mehr als „nur“ das Vorstellen von Maltechniken. Besonders gelungen sind der Aufbau und die Übersichtlichkeit der vielfältigen Bereiche, die die Bedeutung der Ganzheitlichkeit unterstreichen. Durch die Fotos wird man zusätzlich angeregt und inspiriert, an den unterschiedlichsten Orten und Räumen Material anzubieten und sich auf die Ideen der Kinder einzulassen, sie in ihrem Tun zu begleiten und zu unterstützen. Ein gelungenes Buch, dass in keinem Kindergarten fehlen sollte.

Wenn Kinder ganz in ihre Arbeit versunken sind, ist es entweder sehr leise oder es herrscht ein reges Treiben und ein lauteres durcheinander. Wir müssen uns anstrengen und genau hinhören. In dem Ringbuch von Borgmann
Laute Flaute – Stiller Sturm* sind verschiedene Praxisbausteine zum Hören und Hinhören eingebracht. Ein wunderbar übersichtlicher Aufbau des Buches führt zunächst in die wunderbare Welt des Hörens. Und bereits ab Seite 25 gibt es Spiele, Experimente, Flüsterelelemte, Lieder, Fantasiereisen, Anleitungen Klang – und Geräuschexperimente, eine Hör – Spiel – Werkstatt und zum Abschluss einen einen Bereich zum Thema Radio. Die Impulse und Ideen sind fast unerschöpflich. Jeder dieser Themenbereiche wird mit einem Interview einer Fachperson eingeleitet und danach gibt es viele, viele Praxistipps. Die einzelnen Kapiteln werden mit Literaturtipps abgeschlossen. Laute Flaute,
ist ein Buch, welches ohne großen Lärm auskommt. Keine großen Töne, sondern einfach, kompakt, handlich, schnell umsetzbar. Für den Stuhlkreis oder als Projekt – für jeden ist hier etwas dabei. Das sieht auch die Stiftung zuhören, die dieses Buch empfiehlt.

Auch Reime hört man mit den Ohren. Und bei manchen Reimen ist das besondere, dass sie direkt zum Nachahmen einladen. Oder zum Malen. „Punkt, Punkt, Komma Strich, fertig ist das Mondgesicht“ ist dabei wohl einer der bekanntesten.
Es gibt aber noch viel viel mehr. Und so liegt nun das Buch Zwei kleine Kreise gehen auf die Reise …: Mal-Reime: Wie Hand und Mund sich helfen *  vor mir und ist vollgespickt mit wundervollen Malreimen. Die meisten sind einfach und haben einen schönen Klang. Leider gelang dies nicht bei allen. Aber in der Fülle, kann man diese auch einfach weglassen. Das Buch richtet sich an alle, die Freude am Malen und Reimen haben. Aber eben auch an Menschen, die keine Freude am Malen – dafür an Sprache haben. Mund und Hand können sich gegenseitig helfen. In der Einführung ist beschrieben:
Dieses Buch ist für alle, die
den Stift nicht freiwillig in die Hand nehmen,,,
keine Freude am Malen haben, weil sie glauben es nicht zu können
Unsicherheit in der Stifthaltung haben
räumliche Beziehung, Richtungsänderung mit dem Stift schwerfällt
Augenbewegungen schwer anpassen können
….

Das hört sich jetzt alles nach „Förderung“ an. Soll es aber gar nicht. Es soll einfach nur die Freude am Malen und das Vertrauen in sich selbst und seine Kräfte wecken. Junior hat so gelernt, sein Lieblingsauto zu malen:

Ein Stück Torte
und ein Bogen, kommt da etwa angeflogen?
Schnell zwei Räder unten dran,
damit das Auto fahren kann

Ein Buch, welches sich wunderbar zu Hause einsetzten lässt. Auch für die kleine Langeweile zwischendurch. Auch dieses Buch ist aus dem Verlag Mordernes Lernen, den ich sehr schätze und bei dem ich mir gerne neue Anregungen hole.

 

 

Eure

wheelymum

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