Diskriminierungserfahrungen und der Umgang damit

Heute kam es in den Nachrichten: Die neuste Antidiskriminierungsstudie bestätigt wie sehr wie Menschen in Deutschland diskriminiert werden. Die Art der Diskriminierung kann ganz unterschiedlich aussehen.

Behinderte Menschen stehen, nach rassistischer Diskriminierung an Platz 2 der Studie. Ich kann mich natürlich nur dazu äußern, denn das erlebe ich immer und immer wieder. Als Frau, als Rollstuhlfahrende, als Patientin, als Mutter,…. sei es in Worten, in Handlungen oder schlichtweg, dass die Teilhabe verwehrt wird. Ganz egal, ob wir nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können, einer behinderten Mutter angedroht wird, dass sie mit ihrem Kind ins Heim muss, anstelle vom Vorschlag einer Elternassistenz, oder das behinderten Menschen eine Pflegeelternschaft verwehrt wird. Gleichzeitig sind Frauen mit Behinderung nicht nur häufiger von struktrureller Diskriminierung betroffen, sondern haben auch ein höheres Risiko, dass die Gewalt erfahren.

Die Studie belegt das ganz klar. Jedes Gespräch mit Betroffenen unterstreichen dies. Selbstverständlich gibt es darunter auch immer Menschen die mehrere dieser Komponenten in sich tragen und dadurch dann auch mehrfach marginalisiert sind.

Die Arten der Diskirmierung sind in Blöcken aufgezeit

Quelle: Tagesschau.de

Doch nicht nur dass das stattfindet ist es Skandal und muss aufhören. Nicht nur jetzt, nach der Veröffentlichung der Studie, sondern immer. Jeden Tag. Dazu ist es wichtig, dass die Gesellschaft endlich auch richtig zu hört. Uns ernst nimmt. Nicht relativiert oder glaslightet.

Es muss gesellschaftlich enden, dass Worte von Betroffenen egal in welcher Art: Behinderung, Rassismus, Gewalt, Ableismus, Antisemitismus in Witze umgedeutet oder als Marketing verwendet werden. Gerade die Geschichte mit den Witzen wird umgedeutet in, die Spaßbremse oder das wird man wohl noch sagen dürfen. Verdammt nochmal nein.

Dadurch werden die Erfahrungen abgesprochen, relativiert oder ins Lächerliche gezogen. Gleichzeitig triggert es andere Betroffene.

Hört zu. Nehmt ernst. Und denkt darüber nach.

 

Wüsstet ihr wo man Diskriminierungen melden kann?

Habt ihr das schon einmal gemacht?

Ich noch nie, muss ich gestehen. Eine mögliche Anlaufstelle könnte auch: Mosaik Deutschland sein

wheelymum

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