Die Sonne nervt

 

Ich höre mich rufen: „Das Wetter ist so schön, geh doch noch ein bisschen raus.“ Ich höre auch die Antwort meines Kindes: „ Ach, Mama ich habe gerade gar keine Lust“.

Wie lange habe ich gebraucht um zu verstehen, dass man auch bei schönem Wetter nicht raus muss. Für mich, die die guten Tage aufsaugt, um davon an den schlechten zu zehren, gab es hier in etwas verschobenes Bild. Durch meine Kinder durfte ich lernen, dass es hier kein richtig oder falsch gibt, so lange es sich irgendwie die Wage hält. Und doch lese ich bei Kinder und Erwachsenen Büchern immer wieder davon, dass alle bei schönem Wetter draußen sind und das Leben draußen stattfindet.

Die Sonne nervt (link zum Partnerprogramm)

Außer bei Lena. Im Buch von Matthias Körner hat die Protagonistin Lena nämlich so gar keine Lust auf die Sonne. Sie ist genervt von ihr. Sie sucht den Schatten, wenn sie schon raus muss. Die Sonnencreme klebt, das Eis schmilzt… Wer mag da schon die Sonne?

Alle anderen in Lenas Familie.

Lenas Mamas berichtet ihr von einer Sonnenfinsternis. Die Sonne verschwindet also mitten am Tag. Das gefällt Lena. Der wohl beste Tag ihre Lebens. Sie freut sich furchtbar darauf. Als dann die Sonnenfinsternis eintritt wird es Lena aber doch mulmig zu mute. Am Ende der Geschichte mag Lena die Sonne. Aber warum nur?

Dieses Buch ist wirklich ganz goldig und voller Sprachwitz. Für mich war es aber so besonders, da es mir eine neue Perspektive eröffnet hat. Und das ist doch immer wieder besonders, wenn ich spüre, ich darf weiter lernen. Neues entdecken und meinen Kindern vertrauen.

wheelymum

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