Vorlesebücher

Im Bett liegen und lesen. Was kann es schöneres geben? Ich freue mich sehr, dass Junior dieses Erlebnis lesen gerne mit mir teilt und so möchte ich euch heute die drei aktuellen Vorlesebücher bei uns vorstellen. (Der Beitrag enthält Links zum Amazon – Partnerprogramm)

Tilda Apfelkern – Wunderbare Geschichten aus dem Heckenrosenweg*

Kennt ihr die kleine Maus Tilda?

Neben den Hörspielen und der Sendung auf Kika gibt es natürlich auch die ganz klassischen Tilda Apfelkern Bilder – und Vorlesebücher. Ich habe mich sehr darauf gefreut mit Junior endlich diese Bücher lesen zu können – davor waren die Geschichten einfach zu lange und zu anspruchsvoll.

Im ersten Tildaband lernt man die kleine holunderweiße Kirchenmaus kennen und begleitet sie durch die Jahreszeiten. Das Buch beginnt mit der Jahreszeit Herbst und ist somit gerade in er kuscheligen Jahreszeit der ideale Einstieg in die Geschichte. In 34 wundervollen, kleinen Geschichten – die alle lose zusammenhängen, aber jede auch für sich gelesen werden kann, nimmt Tilda einen mit in die ihre wundervolle Welt. Kapitel für Kapitel erlebt die kleine Bande nette Abenteuer, die gerade richtig für größere Kindergartenkinder sind. Wir gehen mit Tilda durch das ganze Jahr. Die Geschichten sind spannend, aber nicht zu aufregend, so dass man sie auch wunderbar vor dem Einschlafen lesen kann. Die Themen sind der kindlichen Lebenswelt angepasst wie z.B: Freundschaft oder auch Angst. Die Freunde helfen sich immer gegenseitig und zeigen, dass Zusammenhalt stark macht. Aber auch der Alltag der Figuren wird wunderschön dargestellt. Da war das Schlimmste, was passieren konnte, dass sie Gäste zum Tee erwartet und sie nicht genug Kuchengabeln in der Schublade hatte. Diese Art von lieben und harmlosen Geschichten mit einfach greifbaren Lösungen sind das, was man schon kleineren Kindern bedenkenlos vorlesen kann: emotional gut begreifbar und dennoch stets auf das Gute ausgerichtet.

Bei allen Tildabüchern aus dem Arena – Verlag ist die Aufmachung eine ganz besondere. Das Buch ist fest gebunden – der Buchrücken ist aus Leinen und rot-weiß kariert. Der Autor Andreas Schmachtl hat dazu ganz besonders liebevoll und detailreiche Bilder gemalt. Dadurch werden die Figuren ganz lebendig und jede Figur hat einen ganz eigenen Charakter. So steht Rupert der Igel zum Beispiel für eine Gemütlichkeit, die auch etwas mit Sammelwut und Chaos gepaart ist. Molly, die Maus ist eher ängstlich und Tilda abenteuerlustig. Diese Charaktere ziehen sich durch die gesamte Tilda Apfelkern Reihe.

 

So auch im zweiten Buch das wir gerade lesen: Tilda Apfelkern. Viel Wirbel im Heckenrosenweg*

Auch dieses Buch kann man wunderbar lesen, ohne dass man die anderen Tilda Bücher kennt. Im Heckenrosenweg – wo Tilda und ihre Freunde leben – ist einiges los. Tilda erlebt auf einmal aufregende Dinge, es wird abenteuerlustiger und auch etwas spannender.
Gleich zu Beginn taucht ein Störenfried auf: Ferdinand Birnenstängel, der nach der Pensionierung des alten Dorfpfarrers nicht nur Tildas Stelle als Kirchenmaus des neuen jungen Pfarrers für sich reklamiert, sondern auch noch ihr Haus möchte.Ihr Freund Ruprecht findet die Lösung im Kirchenmausrecht, und Tilda versucht sich nun ihr Recht zu erkämpfen. Dieser Einstieg ist für vierjährige Kinder noch etwas schwierig, vielleicht eher für Kinder ab 6 geeignet.

Danach kommt Tilda auf die Idee eine Pension zu eröffnen, dich auch hier läuft nicht alles rund. ES kommen zu viele Gäste, die nicht sorgfältig mit ihren Sachen umgehen. Das Projekt läuft aus dem Ruder und scheitert. Das nicht immer alles gelingen kann, und man nicht gleich aufgeben darf sind die Kernaussagen in dieser Geschichte, die auch später im Buch noch einmal aufgegriffen werden.
Aber auch hier kommt später Ferdinand Birnenstängel noch einmal ins Spiel. Auch ein Riese kommt im Buch noch vor, ein Unterwasserspaziergang, aber auch um versteckte Engelsbilder, den Schulanfang für die Eichhörnchenzwillinge oder einen Kaffeeklatsch mit Rupert und Tilda. So kommt zu den lieblichen Tildageschichten wirklich einiges an Wirbel hinzu.

Tilda und ihre Freunde werden in diesem Band mit Erlebnissen konfrontiert, für welche die bisherigen Lösungsstrategien nicht funktionieren. Sie müssen umdenken und neue Ansätze finden. Das ist sehr spannend, denn auch in der Lebenswelt der Kinder funktioniert nicht immer alles nach Plan. Die Lösungsansätze sind kindgerecht und gut verständlich. Jedoch würde ich dieses Buch erst für Kinder ab 5 oder 6 Jahren uneingeschränkt empfehlen.

 

 

Ein Sammelband der kleinen Hexe gehört auch zu unseren Vorleseschätzen. Das große Buch der kleinen Hexe*

Alle 5 Bilderbücher der kleinen neugierigen Hexe Lisbeth, sind im großen Sammelband vom Oetinger Verlag zu finden.

Darunter sind die wunderschönen Illustrationen mit den Texten verknüpft. Vom Klassiker

  • der neugierigen kleinen Hexe
  • die kleine Hexe hat Geburtstag
  • die kleine Hexe geht auf Reisen
  • die schlaue kleine Hexe und
  • die kleine Hexe feiert Weihnachten

sind auf insgesamt über 150 Seiten die Geschichten mit den Bildern zu finden. Und dabei ist es vielmehr als nur ein Bilderbuch. Jede Geschichte hat ihre Besonderheit, nicht nur inhaltlich, sondern auch gestalterisch. Über Türchen zu Aufklappbildern, halben Seiten und Briefen ist alles darin zu finden. Das macht das Lesevergnügen noch spannender.

Die Geschichten an sich sind nicht allzu spannend und auch schon für jüngere Kinder geeignet. Aber die Bilder sind so ausdrucksstark, dass man die Geschichten auch ohne Text lesen kann. Eine wunderbare Bilderbuchempfehlung für alle kleinen und großen Zauberer als als Geschenk unter dem Weihnachtsaum.

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wheelymum

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