Von unseren Kindern lernen – Flow im Spiel

Erwachsene Menschen können Bücher lesen oder Seminare besuchen, damit sie wieder lernen in den Flow zu kommen. Flow bedeutet:

 

Flow (englisch „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust. Der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi gilt als Schöpfer der Flow-Theorie, die er aus der Beobachtung verschiedener Lebensbereiche, u. a. von Chirurgen und Extremsportlern, entwickelte und in zahlreichen Beiträgen veröffentlichte. Heute wird seine Theorie auch für rein geistige Aktivitäten in Anspruch genommen.

Flow kann bei der Steuerung eines komplexen, schnell ablaufenden Geschehens im Bereich zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile) entstehen. Der Flow-Zugang und das Flow-Erleben sind individuell unterschiedlich. Auf der Basis qualitativer Interviews beschrieb Csíkszentmihályi verschiedene Merkmale des Flow-Erlebens.[1]

Quelle Wikipedia

 

Von unseren Kindern lernen – Flow im Spiel

Wir brauchen diese Kurse oder Bücher nicht. Und dennoch fällt es uns schwer ,sich einer Sache ganz hinzugeben. Vielmehr kreisen die Gedanken, was müsste ich noch tun, oder ich könnte, die Gedanken schweifen ab oder das Handy klingelt, das Kind ruft oder, oder. Wann sind wir zum letzten Mal ganz in einer Tätigkeit aufgegangen?

 

Aber wir können es wieder lernen. Wir haben die besten Lehrmeister. Kinder. Ein Baby lebt im hier und jetzt. Es gibt kein früher oder später. Sie erklären nicht, was sie meinen. Sie sind einfach „nur“ da. Auch Kleinkinder verlieren sich nicht in Gedanken oder in Was – wäre – wenn – Überlegungen. Was heute gut ist, kann morgen schon anders – besser oder schlechter sein. Kinder fühlen viel mehr, anstatt Dinge zu zerdenken.

 

Fühlen statt Denken

Und genau das verlangen sie auch von uns. Unsere Kinder sagen uns nicht, wie wir mit ihnen umgehen sollen. Wie wir ihre Probleme lösen sollen. Sie stellen uns – jeden Tag aufs Neue – vor Herausforderungen, die wir nicht durch denken alleine lösen können. Wir müssen fühlen, uns auf sie einlassen. Uns trauen zu fühlen. Sie spiegeln uns das Leben in seiner Fülle uns seiner Vielfalt. Wenn wir mit ihnen in einer liebvollen Beziehung sind, dann fühlen wir mit ihnen und reagieren dementsprechnd auf sie.

 

Und gleichzeitig sind gerade kleine Kinder einfach da. In ihrer vollkommenen Einfachheit sind sie hier. Im Hier und Jetzt. Sie lernen, entwickeln und verändern sich immer wieder. Aber sie sind immer im Jetzt. Dadurch verlangen sie von uns, dass wir uns immer wieder neu auf sie einlassen. Sie neu entdecken. Im Hier und Jetzt. Nicht im Morgen. Manchmal gelingt uns dies als Eltern gut, manchmal nicht ganz so. Aber genau dieses Hier sein. In diesem Moment ist unheimlich wertvoll.

 

Und dann werden unsere Kinder größer. Junior wird im Sommer vier Jahre. Und er beginnt Dinge zu erklären, auszudiskutieren, zu begründen. Überlegungen anzustellen und abzuwägen. Und dann gibt es die Spielsituationen in denen er alles um sich herum vergisst und voll darin aufgeht.

 

Kinder erleben den Flow im Spiel.

 

Lassen wir unsere Kinder hier in ihrem Spiel. Ziehen uns zurück. Geben keine Impulse uns stören ihren Flow nicht.

Sie versinken in ihrem Spiel oder in der Tätigkeit. Sie vergessen das drumherum. Spüren, be – greifen,. Erleben und lernen dadurch ganz intensiv. Unsere Kinder können – auch durch Langeweile – in den Flow kommen. Sie entwickeln neue Ideen, forschen und experimentieren, ihr Vorstellungsschatz ist riesig. Sie sind in diesem Moment ganz bei sich und sie können einfach nur tun.

Wir dürfen ihnen zutrauen, sich darauf einzulassen. Und wir dürfen sie beobachten und sie zu unserem Vorbild machen. Wir dürfen von unseren Kindern lernen.

Sie verpassen in diesem Moment nichts. Im Gegenteil. Kinder lernen im Spiel. Sie spielen, lernen und bilden Erinnerungen. Das sind die wahren Schätze.

Und wenn wir von unseren Kindern wieder lernen, ab und zu alles hinter sich zu lassen. Nur im Hier und Jetzt zu sein. Sich trauen auf den Flow einzulassen, dann können auch wir unsere innere Schatztruhe immer wieder auffüllen und in anstrengenden Momenten davon zehren.

 

Lassen wir uns ein, auf unsere Kinder – damit sie uns zeigen,

wie schön das Jetzt sein kann.

Eure

wheelymum

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