St. Martin feiern: Vom Teilen, Bräuchen, Laternen und Weckmännern

(Dieser Beitrag enthält Links zum Partnerprogramm – euch entstehen dadurch keine Nachteile)

 

Es ist soweit. Das St. Martins Fest steht vor der Tür. Eines meiner Lieblingsfeste. Mit unseren Laternen und Kerzen bringen wir Licht in die dunkle Jahreszeit. Wir lassen uns nicht vertreiben, nein, wir sind da. Wir singen an, gegen die Einsamkeit und die Dunkelheit. Es gibt so viele schöne und besondere St. Martinslieder. Überhaupt empfinde ich dieses Fest als etwas besonders. Die Geschichte vom Hl. St. Martin, wie er den Mantel teilt, diese Geschichte kennen wir alle.

Und sie ist aktuell wie eh und je. In unsere Zeit geholt, hat das das Buch Der rote Mantel: Die Geschichte vom Heiligen Martin*

(Ich habe es euch hier im vergangenen Jahr rezensiert.).

Wenn wir mit unseren Laternen durch den dunkeln Abend ziehen und uns am Ende am Martinsfeuer mit einem Punsch und einem Weckmann zum Aufwärmen in den Händen hält, wird uns allen wieder warm.

Die Botschaft von St. Martin ist religionsübergreifend und auch schon für kleine Kinder gut zu verstehen. Das Teilen steht im Mittelpunkt. Anderen etwas Gutes tun. Für andere ein Licht sein. Ich finde keines der Feste im Jahreszeitenlauf, können Kinder so unmittelbar erleben, wie St. Martin Aber natürlich ist das nicht immer einfach. Teilen macht nicht immer nur Freude – auch wenn man danach viel mehr hat.

Hierzu möchte ich euch dieses schöne Lied aus der CD St. Martin Geschichten und Lieder vom Teilen* vorstellen.  Mit diesem Link könnt ihr in die CD hineinhören.

 

Zu unserer St. Martins – Zeit  gehören auf jeden Fall folgende Dinge:

  1. Das St. Martinsspiel –im Kindergarten, auf dem Laternenzug aber auch zu Hause. Das besondere Highlight ist hier für Junior schon seit Jahren, sein Steckenpferd.

 

2. Die St. Martinslaterne

Junior seine Laterne im Kindergarten gebastelt. Für das Januarwunder hat der große Bruder eine kleine PET – Flasche mit Transparenzpapierschnipsel beklebt – wir sind gespannt, ob er sie halten möchte. Falls nicht, wird sie einfach seinen Kinderwagen schmücken.

Für unseren Tisch – und auch für den Jahreszeiteintisch haben wir in diesem Jahr eine Sternen – Faltlaterne gebastelt.

Diese Sternenlaterne besteht nur aus fünf Ecken, die zunächst gefaltet und dann in einer bestimmen Reihenfolge aufgeklebt wird. Dazu nimmt man Tonpapier und schneidet für eine Tischleuchte 6 Fünfecke aus. Für eine Laterne sind es 11 Fünfecke. Danach werden die Seitenlängen nochmals in der Hälfte Markiert. Die Ecken werden nun so geknickt, dass der Knick an den gekennzeichneten Mittelpunkten endet. Es entsteht ein kleineres Fünfeck und eine Sternform. So werden alle Teile vorbereitet.

Danach bildet ein Fünfeck den Boden. Die nächsten 5 Fünfecken werden mit den Dreiecken überlappend an die 5 Seitenteile des Boden geklebt und dann mit den Seitenteilen mit den Dreiecken verbunden. Die Teile wölben sich. Unsere Tischlaterne ist nun schon fertig. Für die geschlossene Laterne werden die letzten 5 Teile wieder nach dem selben Prinzip angelegt und es entsteht von ganz alleine eine eckige Kugel mit Sternenmuster. Nun muss man nur noch 2 Löcher hineinmachen, für den Haltedraht.

 

3. Unser Jahreszeiteintisch

Auf dem Jahreszeiteintisch verschwindet der Herbst so langsam und wir spielen die St. Martinslegende nach. Dazu nutzen wir seit Jahren die Figuren von Ostheimer. Einfach aus Überzeugung. ( Wir haben diesen St. Martin mit Schwert und Mantel und seit letztem Jahr noch den Bettler Das Pferd für St. Martin haben wir nicht und nehmen einfach ein normales Pferd . In diesem Jahr hat Januar dazu noch ein St. Martinsfeuer aus Märchenwolle und eine Lichterstadt aus upgecycelten Tetrapacks gemacht (die Idee hatte er vom Halloweenhaus) und sie funkeln wirklich wunderschön. Hier lebt auch unsere kleine Sternenlaterne.

 

  1. Weckmänner

Natürlich dürfen auch die Weckmänner nicht fehlen. Wir werden sie am Tag des Martinzuges frisch aus einem glutenfreien Quark – Öl – Teig backen. Zum Ausstechen der Form benutzen wir diese Stutenkerl mit Tonpfeife und diese Tonpfeifen . Und dies nun schon viele Jahre. Denn am St. Martinstag ist das, das Abendessen am St. Martinsfeuer.

Neben den Weckmännern gibt es auch St. Martinsgänse zum Beispiel nach diesem Rezept.

 

5. Martinsfeuer und Laternenbrauch

Nach dem Laternenzug trifft sich die Gemeinde am St. Martinsfeuer. Dieses geht auf einen alten Brauch zurück: Anfang November ist für die Bauern die Feldarbeit beendet und der Winter beginnt. Früher machte man zum Dank für die Ernte ein Feuer, auf den leeren Feldern. Die Kinder zündeten Fackeln aus Stroh an und sind damit singend von Haus zu Haus gezogen. Der Sprung über das St. Martinsfeuer sollte Glück bringen. Und da es früher keine Straßenlaternen gab, ging man mit dem Laternenlicht durch die Straßen. Auch als sich St. Martin . Der Legende nach im Gänsestall versteckte, haben die Menschen ihn mit Laternen gesucht. Und auch nach St. Martins Tod, trafen sich die Menschen um gemeinsam mit Laternen zu seinem Grab zu gehen.

Diese Laternen sind heute noch ein Symbol, mit ihnen tragen wir das Licht und Wärme in die Welt, so wie damals St. Martin.

 

Feiert ihr St. Martin?

Und nutzt ihr eigentlich echte Kerzen oder Laternenstäbe?

 

Eure

wheelymum

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