Eltern mit Behinderungen: Was wollt ihr wissen? Bitte fragt

Eltern mit Behinderungen

Es blieb so viel liegen in den letzten Wochen. In meinem Kopf ist eine Art Knoten und ich weiß gar nicht so richtig wo ich anfangen soll. Ich möchte so viel mit euch teilen – euch teilhaben lassen. Und gleichzeitig haben mich sehr viele Mail erreicht. Mails mit guten Besserungswünschen und Durchhaltemails. Aber auch immer wieder Mails mit Fragen zum Elternsein mit Behinderung. Ich versuche diese nach und nach abzuarbeieten. Leider geht es nicht so schnell, wie ich es gerne würde. Aber ich muss mich meinen Kräften haushalten, für selbst fürsorgen und die Zeit mit meiner Familie verbringen. Ich bin mir sicher, ihr habt dafür Verständnis.

 

Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass sich viele Fragen ähneln und sie eine Mischung aus Interesse Unwissenheit, Angst und Vorsicht sind. Heute morgen habe ich im Frühstücksfernsehen einen Beitrag über die großartige Mama Schulze gesehen. Hier wurden Passanten gefragt, was sie davon halten, wenn eine Frau mit MS, Kinder bekommt. Es gab positive Reaktionen aber auch die Ansicht, dass dies unverantwortlich sei. Es war eine junge Frau die dies antwortete. Ich weiß nichts über sie. Aber ich vermute, sie weiß auch nichts über Mama Schulze und ihr Leben. Und dennoch erlaubt sie sich, solch ein einschneidendes Urteil. Das macht mich traurig. Und gleichzeitig zeigt es mir, wie wichtig hier Öffentlichkeitsarbeit ist. Ganz gleich ob MS, Querschnitt oder eine ganz andere Krankheit.

 

Es liegt bestimmt viel Unsicherheit mit darin.

Ich möchte euch ermutigen: Fragt uns! Fragt mich!

 

Ganz gleich welche Fragen ihr zur Schwangerschaft, Elternschaft mit Behinderung oder Krankheit habt. Bitte fragt. Unabängig davon, ob ihr selbst auch betroffen seid oder ihr einfach neugierig seid. Aber haltet euch nicht an bestimmten Bildern fest, ohne diese zu hinterfragen.

Ich möchte euch einladen, Fragen zu stellen.

Hier in den Kommentaren, per Mail unter wheelymum08@web.de, auf Facebook oder Twitter.

I

ch werde diese Fragen sammeln und sie nach und nach beantworten. Damit können sie auch über die Suchfunktion immer wieder gefunden werden. Und ich erfahre gleichzeitig etwas mehr von euch. Was möchtet ihr wissen? Was interessiert euch? Was würdet ihr gerne von dem Papa im Rollstuhl auf der Straße wissen, traut euch aber nicht zu fragen. Auch Fragen zu anderen Krankheiten oder Behinderungen können hier gerne gestellt werden. Ich werde dann Kontakt mit einem entsprechenden Fachmann/ Fachfrau aufnehmen und diese beantworten lassen.

 

Einige, der mir häufig gestellten Fragen, habe ich hier schon einmal zusammengetragen:

  • Hast du dir vorher auch lange Gedanken gemacht, ob du es schaffst mit einem Baby?
  • Wurdest du mit deinem Kinderwunsch ernst genommen?
  • Ist es nicht unverantwortlich ein Kind zu bekommen?
  • Hast du dir jemals vor oder während oder nach deiner Schwangerschaft die Gedanken gemacht,was wohl die anderen sagen, wenn sie dich/euch so sehen?
  • Muss man rechtlich/ gesellschaftlich ect. was beachten? Sprich nicht, das du dann gleich auf die Liste vom Jugendamt kommst, nur weil man beeinträchtigt ist?
  • Wird man in dieser Rolle,als Mutter, überhaupt ernst genommen,als behinderte Frau?
  • Gibt es vielleicht was ganz wichtiges zu beachten,vor oder während einer Schwangerschaft?
  • Gab es irgendwann den Gedanken daran, das du keine Kinder willst,wegen deiner Behinderung, sowohl aus körperlichen Gründen wie auch psychosozial?
  • Wie verlief die Geburt?
  • Ist ein Kaiserschnitt immer notwendig?

 

 

Und jetzt kommt ihr….

Fragt, traut euch, haut raus…. es gibt keine blöden oder falschen Fragen.

 

Ich freue mich auf euch.

 

Und wenn ihr Lust habt an der Blogreihe teilzunehmen, dann meldet euch auch gerne. Ganz gleich ob ihr über eure Krankheit oder Behinderung schreiben möchtet, vielleicht auch warum ihr keine Kinder habt oder, wenn ihr gesund seid, wie ihr zu Eltern mit Behinderungen steht. Seht ihr sie? Oder  wer die selbe Meinung, wie die Frau aus dem Fernsehbericht hat – meldet euch. Lasst uns ins Gespräch kommen.

 

Weitere Beiträge der Blogreihe findet ihr hier:

 

Eure

wheelymum

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1 Kommentar

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