Alltag, liebe Menschen und Sonne – Freitagslieblinge am 6.Juli

War das eine Woche. Bomben Wetter und so viele liebe Menschen um uns herum. Da lässt es sich ganz gut verschmerzen, dass es bei uns noch 4 Wochen bis zu den Ferien sind. Auch wenn gerade gefühlt, alle bereits im Urlaub sind oder das Ferienleben genießen. Wir machen es uns einfach zu Hause schön. Mit gesunden Kindern ist das verhältnismäßig einfach. Und so geht es los mit den Freitagslieblingen.

 

Der Lieblingsmoment mit meinen Kindern war einfach das Gartenleben. Wenn ich es in den garten schaffe, dann ist es dort so wunderschön. Die herausforderung liegt lediglich darin, dass hier eben nicht alles barriefrei ist und mich der Herzmann hinaustragen muss. Das bedeutet dann wiederum dass ich zu wenig trinke, damit ich nicht so oft auf Toilette muss. Ideal ist anders, aber darum soll es hier gerade gar nicht gehen. Denn der Garten ist ein Spielparadies für die Jungs und die Freunde von Junior. So haben sie die heißen Tage einfach im aufblasbaren Pool verbracht. Ein Stück Urlaub zu Hause. Und alleine für diese Tage, hat sich dieses Palstikding schon gelohnt. Wenn Kinder vor Freude glucksen beim lachen, dann lässt das mein Herz hüpfen und es fühlt sich alles so richtig und gut an.

 

Gut anfühlen ist der richtige Ausdruck. Denn endlich, endlich hatte ich in dieser Woche auch Zeit für einen Morgen mit meinem Lieblingsmenschen. Dieser hat zum ersten Mal unser Januarwunder gesehen und bei uns war es einfach wie in dem schönen Spruch: freunde sind wie Sterne. Du kannast sie nicht immer sehen, aber sie sind immer da. Und wir bekamen ein Buch geschenkt. Und weil wir kein Bild von unserem Treffen haben, nehme ich einfach dieses liebevolle Buch als Symbolbild.

 

Sommerzeit ist draußen Essen Zeit – oder auch nicht. Denn in dieser Woche hat das irgendwie nicht so richtig geklappt. Entweder war ich vorher wieder in der Wohnung und konnte dann zum Essen nicht mehr hinaus oder aber Junior war so müdegespielt, dass jegliche weitere Aktion, eine totale Überreizung und damit eine Überforderung darstellte. So gab es einfach leckere und schnelle Snacks- in der dunklen Wohnung. Und das war genau richtig und unheimlich lecker.

 

Zeit zum lesen war auch. Und so habe ich endlich das Buch Der Tag an dem mein Gehirn stillstand lesen können. Nach meiner eigenen Geschichte, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Christine beschreibt ihr Leben nach dem Schlaganfall und ganz kurz das davor. Der lange Weg zur Diagnose und dann der Weg zurück in ihr Leben. Ein Leben welches sie kaum kennt, denn sie verliert ihr Kurzzeitgedächtnis.

Der Schlaganfall veränderte mein Gehirn, und das wiederum veränderte mein Denken und damit auch mich selbst.

Aber genau in diesem Moment beginnt sie sich Notizen zu machen. Und anhand von diesen Notizen hat sie Jahre später dieses Buch geschrieben. Es ist offen, ehrlich und erschreckend. Teilweise etwas amerkanisch geschrieben und mit vielen Zeitsprüngen zwischen den Jahren. Das ist nicht immer ganz einfach gewesen, hier den Überblick zu behalten. Auch medizinische Begriffe gibt es zu genüge. Man lernt etwas über die drei Arten der Aphasie und vieles mehr. Dem einen mag das zuviel sein, ich fand es sehr interessant – aber Medizin ist kein komplettes Fremdfeld für mich. Alles in allem ein sehr lesenswertes und beeindruckendes Buch. .

 

Die Lieblingsinspiration in dieser Woche ist eine ganz traurige und eigentlich müsste man sie anders nennen. Immer wieder habe ich hier einmal Ines und ihren Helden verlinkt. Was hier in den letzten Tagen geschehen ist, ist so furchtbar und gleichzeitig so stark.. Es ist so schrecklich, sie leiden zu sehen und das Gefühl zu haben, jedes Wort ist falsch, denn die Worte fehlen und man kann ihnen nicht helfen. Nichts abnehmen und nichts gutes tun. Ich wünsche ihnen viel Kraft für das was kommt und Simon Ruhe. Und wir alle können etwas tun – auch wenn wir Simon nicht helfen konnten, vielleicht kann man anderen Menschen helfen. Bitte lasst euch registrieren.

 

 

Eure

wheelymum

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1 Kommentar

  1. Suomitany

    Danke für deinen Einblick. Das mit den Barrieren klingt natürlich wirklich doof. Es ist sicher nicht einfach, wenn man stets auf Hilfe angewiesen ist. Wie selbstverständlich man einfach vieles nimmt. Glg Tany

    Antworten

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