Wut zur Liebe – Wurzelliebe

Pling macht das E – Mail Postfach und herein geflattert kam eine Einladung zu einem Workshop: Wut zur Liebe. Meine Augen haben just in diesem Moment daraus Wurzelliebe gemacht.

Im Workshop ging es darum, wie man seine eigene Wut annehmen kann und dann in Liebe reagieren kann. By the way – das ist möglich aber gar nicht so einfach und man muss ziemlich hart an sich und mit sich selbst arbeiten, doch dabei darf man auch nicht zu streng mit sich sein. Ein liebevoller Umgang mit sich selbst und der eigenen Wut sind dabei wichtig.

Doch dieses Wort – Wurzelliebe blieb. Warum nur?

Ja, ich mag Wurzeln, auch wenn diese manchmal ein Hindernis für mich darstellen.

Wurzelliebe….

Je länger ich an diesem Begriff herumkaue, umso prägnanter und wichtiger wird er mir.

Liebe ich meine eigenen Wurzeln?

Bin ich so gut verwurzelt, dass auch ein Wind oder ein Sturm mich nicht umfallen lässt?

Sorge ich mich um meine Wurzeln oder nur um meine Blätter? Gebe ich ihnen regelmäßig, dass was sie und ich brauchen.

Das Bild eines Baumes festigst sich immer mehr in meinem Kopf. Wenn die Wurzeln absterben, weil ich mich nucht genug darum kümmere, dann stirbt unweigerlich auch der Baum. Wenn ich mich und meine Gefühle versuche so anzunehmen, wie sie sind. Dann stärkt das meine Wurzeln. Wenn ich aber immer wieder am Stamm säge, oder an den Ästen ziehe, Blätter abreise, weil ich so im Sturm und in der Wut bin, dann müssen die Wurzeln umso fester sein oder der Baum kann sich irgendwann von seinen Verletzungen auch nicht mehr vollkommen erholen.

Im ersten Moment dachte ich bei der Wurzelliebe an meine Kinder.

„Wenn Kinder klein sind gebt ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind Flügel“

Und ja, das stimmt vielleicht auch ein wenig. Meine Wurzelkinder sollen sich fest verwurztelt fühlen, sie dürfen zu Hause ihre Wutausbrüche haben, wenn sie bereits den ganzen Vormittag in den Betreuungseinrichtung kooperiert haben. Auch dieses Beispiel zeigt mir so gut – unseren Kindern wollen wir Wurzeln geben. Wir wollen auch, dass sie ihre Gefühle wahrnehmen und nicht unterdrücken. Aber bei uns selbst lassen wir das doch allzu oft immer noch nicht zu. Also bei mir ist das auf jeden Fall so. Ich sollte hier nicht verallgemeinern.

Es gibt einen Verglich zwischen dem Stresslevel und einem Teekessel. Ist der Teekessel nur halb gefüllt steht auf Stufe 4 passiert vermutlich nicht viel. Wenn die Temperatur hochstellt wird beginnt er zu pfeifen. Wird aber die Temperatur hochgestellt und es kommt noch heißes Wasser dazu, dann pfeift er nicht nur, nein dann läuft er auch über. Hier nutzt es nichts mehr, wenn das Ventil geöffnet wird und der Kessel auf voller Hitze auf dem Herd stehen bleibt.

Wir müssen vorher reagieren. Und so ist es bei uns auch. Wenn unser Stresslevel so hoch ist, dass nur noch eine Aktion alles zum kochen bringt, dann müssen wir schauen, dass unser Kesser vorher gar nicht erst so sehr gefüllt ist. Einiges haben wir nicht in der Hand, anders schon.

Und so ergibt sich für meine von der Wut zur Liebe – meine Wurzelliebe noch ein weiterer Aspekt. Ich kann wunderbar in der Natur entspannen. Echter Wald und echte Wurzeln, schöpfen etwas Wasser aus meinem Teekessel. Eine meiner Entspannungsmethoden ist schlichtweg die Natur. Das erdet mich und so kann ich für mich und meine Wurzeln besser Sorgen.

Wurzelliebe – dieses Wort nehme ich in meinen Wortschatz mit auf. Es beinhaltet für mich so viel. Das darf bleiben.

Eure

 

wheelymum

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