Warum immer gegeneinander und nicht miteinander – Unverständnis über Kritik und Ignoranz

Warum immer gegeneinander und nicht miteinander. Natürlich ist es schwer und teilweise auch fast unmöglich sich in die Lebenswelten der anderen Menschen hinzuversetzten.

Wir Eltern fühlen uns allein gelassen und vergessen.

Menschen mit Behinderungen fühlen sich allein gelassen und vergessen.

Menschen mit Pflegebedarf die nicht in stationären Einrichtungen leben, fühlen sich vergessen, da man zu keinem Zeitpunkt der Pandemie an sie und ihre besonderen Bedürfnisse gedacht hat.

Die Gastronomen fühlen sich vergessen.

Die Kinder fühlen sich allein gelassen und vergessen.

Die Kreativ – und Kultur – Branche fühlt sich vergessen.

Der Einzelhandel kämpft ums Überleben.

Die Fahrschulen werden nicht geschützt.

Die Lehrer müssen fühlen sich alleine und vergessen.

 

Jeder und ich meine damit wirklich jeder hat sein Päckchen zu tragen. Die Anforderungen an viele von uns sind so hoch. Oft zu hoch.

Unser Gesundheitssystem ist am Rand des Zusammenbruches. Menschen sterben. Wie können wir das einfach abnicken?

Ich möchte in dieser Zeit weder an im Krankenhaus noch in Artzpraxen arbeiten. Sie gehen an ihre Grenzen und weit darüber hinaus.
Ich möchte aber auch nicht als Politik diese Entscheidungen treffen müssen. Sie werden keine Entscheidungen treffen können, die uns alle zufrieden stellen.

Wir müssen durchhalten und uns solidarisch zeigen.

Jeder darf meckern, weinen und schreien. Jeder darf seinem Unmut freien Lauf lassen. Leid lässt sich nicht vergleichen oder relativieren, Die Zeiten sind hart, Unheimlich hart. Aber manchmal habe ich das Gefühl, jeder sieht nur noch sich selbst. Natürlich wird mein Rucksack nicht leichter, nur weil der von meinem Nachbarn schwerer ist. Aber ein Lächeln und ein offenes Ohr können helfen, damit wir gemeinsam durch diese Zeit kommen.

Die einen weinen, dass sie nicht zum Ski fahren können, während hier ein Kind nicht mit zur Beerdigung seines Papas darf, weil es selbst Symptome hat.

Andere beschimpfen sich, weil vorgeschlagen wird, den Tag im Wald zu verbringen, während manche Familien nicht wissen wie sie das Essen auf den Tisch bekommen sollen, wenn das warme Essen in der Schule ausfällt.

Diese Vergleiche führen doch zu nichts. Ich kann verstehen wenn jemand keine Kraft hat, sich auf das schöne zu konzentrieren. Ich kann nachvollziehen, wenn jemand sagt, ich kann keine Kreativideen mehr sehen, ich komme eh schon zu gar nichts. Aber niemand muss das konsumieren. Was ich nicht verstehen kann ist, dass man für negative Äußerungen Zeit hat, aber kein nettes Wort übrig hat. Dieses Internet die sozialen Medien, sind ein Schlüsselloch, in dem wir uns austauschen können, wenn wir es möchten. Wir können vielleicht den ein oder anderen Eindruck bekommen, wie es Hinz und Kunz gerade geht. Oder auch Impulse erhalten, die es uns selbst etwas erträglicher machen. Falls wir das alles nicht möchten, gibt es noch eine tolle Möglichkeit in diesem Internet: einfach weiterscrollen.

Ich denke an niemandem geht diese Situation, diese Pandemie, dieser Ausnahmezustand spurlos vorbei. Und wenn wir noch ein klein wenig Kapazitäten haben, vielleicht können wir die Hände vor unseren Augen ein klein wenig öffnen und einmal nach links und rechts schauen.

 

wheelymum

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