Unser Wochenende im Glück

Dieses Wochenende haben wir nicht zu Hause verbracht sondern in einem Feriendorf. Eine Mischung aus Campingplatz, Ferienwohnungen, Badeseen und Bauernhof.

Der erste Kaffee gehört nur mir und meinem Buch. Die Kinder schlafen noch.

Ich lese den Kirschblütensommer* weiter. Das ist mein Vorhaben für dieses Wochenende das Buch fertig zu lesen. Ich spoilere hier schon mal, das hat geklappt. Ganz so gefesselt wie ich es dachte, hat es mich aber doch nicht. Ich war hier definitiv ein Cover Opfer und habe mich schlichtweg nicht ausreichend informiert. Denn Kirschblütensommer ist der zweite Bande einer Trilogie, einer Familiengeschichte im Rom der 40 er Jahre. In der Kriegszeit baut Eva ihre Bäckerei aus. Damit das gelingen kann macht sie macht mit den Kriegsparteien Geschäfte und versucht zugleich, die schwelenden Konflikte in ihrer Familie zu lösen. Doch nicht nur ihre Töchter Diana und Myriam belasten den Familienfrieden, auch die heimlichen Rettungsaktionen im Hintergrund zehren an Evas Nerven. Auszeiten wie der Aufenthalt im Limettenhaus sind da wie kleine Urlaube, werden aber zum Ende des Krieges immer seltener. Das Limettenhaus* ist für mich der Schlüsselpunkt gewesen. Denn so heißt auch der erste Band der Trilogie Das Buch, das ich zuvor nicht gelesen habe. Das war ein Fehler. Ich mag die Geschichte dennoch, dass ich das Limettenhaus nun lesen werde um die Zusammenhänge und Personen besser einzuschätzen und kennen zu lernen.

 

Ein spätes, ausgiebiges Frühstück. Danach sind die Kinder gleich verschwunden zur Tierfütterung. Heute Nacht wurde ein Kälbchen geboren. Direkt nach der Fütterung spielen die Jungs mit anderen Kindern Fußball und kommen irgendwann wieder zurück zur Wohnung. Junior liegt seinen Arm um das Januarwunder un die beiden laufen zu den Tieren

 

Mittagessenpicknick auf dem Steg direkt am See. I love it.

Verschiedene Teller auf dem Steg zum Mittagessen

 

Neben der Abkühlung im Wasser wird geplanscht, gespielt und wir machen eine Heuschlacht.

 

Der Tag verfliegt nur so. Wir drehen am Abend noch eine Runde über den Campingplatz. Es gibt ein Lagerfeuer, überall spielen Kinder.

Beide Kinder sind im Heu und füttern die Kühe Es ist einfach nur herrlich. Als unsere Kinder glücklich und völlig übermüdet im Bett liegen schauen wir noch das Pokalfinale an.

Der See liegt im Abendblau mit Sonnenuntergang

Am Sonntag morgen gibt es frische Brötchen. Frisch vom Lieferservice gebracht.

Das Januarwunder läuft im Schlafanzug mit einer Brötchentüte über den Weg

Wir müssen leider schon wieder zusammen packen, doch den An – und Abreisetag kann man noch die ganze Zeit über auf dem Hof verbringen.

Nach dem Baden im frischen Wasser, erst nochmal kuscheln.

Das Januarwunder und ich kuscheln am See

(ja, das Bild ist sehr unvorteilhaft, aber that´s life)

Nochmal Sandburgen bauen und den Tag in vollen Zügen genießen.

Eine Sandburg im Sandkasten

Dann geht es an die Heimreise. Auf der Hinfahrt war die Autobahn gesperrt und ich war so froh um das Bilderbuch: Papa wie lange noch und die Mitmachgeschichten.

Das Buch Papa Elefant sieht man und dahinter ist die Autoscheibe und die Autobahn

Beide leisten uns auch auf der Heimfahrt gute Dienste. Das Bilderbuch schauen und lesen die Jungs jetzt alleine. Der kleine Elefant fragt seinen Papa andauernd, ob sie bald da sind. Zunächst sagt Papa immer: “Nein, noch nicht. Wir müssen zuerst noch über den Berg.” Nach jeder neuen Frage gibt es ein weiteres Hindernis und es ist kein Ende in Sicht. Plötzlich wird der kleine Elefant ganz wütend, weil er keine Lust mehr hat. Dann ändert der Papa seinen Fokus und stellt nun das schöne in den Vordergrund. Auf was sie sich freuen können. Sie wollen zum Strand und dort planschen und die größte Sandburg der Welt bauen. Ein voller Erfolg ist dieses Buch mit dem Highlight am Ende, dass der Verlag ergänzend zum Bilderbuch auf seiner Homepage Spiel und Ausmalblätter anbietet. Damit kann das Büchlein nachgespielt werden.

Die Mitmachgeschichten lese ich vor und die Jungs können eben mitmachen. Im Buch Lauschen, spielen, träumen*  gibt es viele unterschiedliche kurze Geschichten mit den Themen: Tiere, Gefühle, Pflanzen, Freundschaft usw. Die Theaterpädagogin Marie Mangold schafft es mit keinen Geschichten, dass man sich in andere Welten träumen könnte. Da das Buch währen der Pandemie entstanden ist, sind alle Geschichten auf Anstand spielbar und in 3 Bereiche eingeteilt. Lauschen und Spielen am Platz, Lauschen und Spielen im Raum und Lauschen und Träumen. Die Geschichten aus dem ersten und dritten Bereich eigenen sich wunderbar auch für Autofahrten. Wir haben die Tierfreundschaft im Wald mehrmals gemacht, da sie die Lieblingsgeschichte des Januarwunders war. In dieser Geschichte verwandeln sich die Kinder in die Tiere und ahmen so bestimmte Bewegungen und Geräusche nach. Es ist eine Mischung zwischen Theater, Pantomime und Körperbewusstsein in den Schwerpunkten. Die Reise der Gefühle hat dabei ganz andere Schwerpunkte. Spielanweisungen zu Beginn werden dann vom freien Improvisieren abgelöst. Wir haben viel gelacht und später auch selbst Geschichten erfunden.

 

Wieder zu Hause muss einiges verräumt werden. Irgendwie ist der Aufwand gar nicht so viel kleiner bei einem Wochenendtripp als bei einem Urlaub. Lange Autofahrten strengen mich sehr an und ich muss mich ziemlich schnell ins Bett verziehen. Doch das ist völlig egal. Dieses Wochenende war ein Wochenende im Glück und es hat sich sowas von gelohnt.

Ich liege in meinem Bett und ziehe die Stirn in Falten

wheelymum

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1 Kommentar

  1. Lilly

    Das sieht so schön aus.

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