Tag 2 des Ausnahmezustandes: Es ruckelt gewaltig

Ein super frühes aufstehen, Frühstück und dann erst einmal spielen und Haushalt. Warum man sich denn anziehen müsse, wenn man sowieso nicht zur Schule geht, war eine der wichtigsten Fragen an diesem Morgen. Ich teile einen Beitrag der mir unheimlich wichtig ist, denn es geht um das Zu Hause bleiben – jetzt unheimlich wichtig. Ansonsonsten für manche Menschen mit Behinderungen Alltag. Ein Alltag der diskrimminiert.

Schulaufgaben sollten bearbeitet werden und heute wünschte sich Junior viele Pausen dazwischen. Nach der großen Pause, war er kaum dazu zu bewegen, auch nur noch eine einzige Aufgabe zu machen.
Ein super Tipp heute war hier, als Pause dazwischen, dass die wunderbare Bea vorgelesen hat. Das war so wertvoll, denn es war eine Pause für Junior, eine Pause mir mich.  Dazu gab es ein tolles Buch über das Träumen.

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Wissen und gleichzeitig auch Kommunikation mit Bea. Das war für Junior wunderbar. So hat er gelesen, gehört und geschrieben, hatte Freude und konnte entspannen. Seine Schulaufgaben konnte er sich selbst wählen. Dennoch war es nicht einfach, es gab Streit und es war auch nicht immer schön. Aber es war anders – selbstbestimmter und damit ein wenig leichter. Aber er blieb seinem Standpunkt treu und so überlegt er sich selbst Aufgaben. Um das SCH besser zu lernen, hat er sich ein Schneckenprojekt ausgedacht (mehr dazu an anderer Stelle).

Zum Mittagessen gab es Rührei und nach dem Mittagsschlaf vom Januarwunder sind wir raus. An einen See. Es war so wunderschön. Ganz ruhig und in der ersten Stunde war kein einziger Mensch zu sehen. Die Jungs haben gespielt, entdeckt und beobachtet. Die Zeit ist nur so verflogen. Wieder zu Hause wurde mit der Straßenmalkreide der Boden verschönert, im Garten gewerkelt, geknetet und gematscht. Das Gespräch kam wieder auf Corona und Junior hatte so viele Fragen. Ich habe gelesen, dass bei Logo Jens Spahn dazu Fragen beantwortet. So haben wir das gemeinsam angeschaut. Ich finde das wirklich gut gelöst.

Danach gab es schon Abendessen. Reste – was der Kühlschrank so hergab und jeder konnte sich selbst nehmen, was er wollte. Spiele spielen, ein Buch lesen und eine Massage später waren endlich alle Kinder im Bett. Die Küche sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen und das Bad wartet auch. Ich habe den allergrößten Respekt vor euch allen, die dazwischen noch effektiv im Homeoffice arbeiten (können) oder die Arbeit und die Betreuung anders organisieren müssen.

Wir lernen gerade alle so viel. Neue Abläufe, bewusste Wertschätzung von Berufen und vor allen Dingen, dass wir gut genug sind. Wir müssen nicht alles schaffen. Wir dürfen uns zulächeln und sagen: Du machst das toll. Und vielleicht noch ein Danke, dazu.

 

Eure

wheelymum

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