Eltern mit Behinderungen: An alle Eltern mit einer Sehstörung

Eltern mit Behinderungen

Nach langer Pause, gibt es heute wieder einen Blogreihenpost zum Thema Eltern mit Behinderungen. Dieser ist speziell an Eltern mit einer Sehbehinderung gerichtet. Ich wurde von der Journalistin Anke Reichardt angeschrieben, ob ich ihr helfen könnte, mit Eltern mit Sehbehinderungen in Kontakt zu treten. Es geht um ein Fernsehprojekt. Mir liegt das Thema Elterschaft mit Behinderung sehr am Herzen und ich unterstütze hier gerne, indem ich den Aufruf von Frau Reichardt teile. Und das wünsche ich mir auch von euch. Bitte teilt den Beitrag, immer wieder, damit sich vielleicht jemand findet, der öffentlich (auch anoym) darüber sprechen möchte. Wir brauchen die Öffentlichkeit um etwas zu verändern, um auf Probleme hinzuweisen und eine gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen.

 

Interviewpartner für TV-Reportage (RTL Punkt 12) gesucht 

Blinde Menschen haben laut Gesetz ein Recht auf Kinder, doch die Probleme, denen blinde Eltern im Alltag begegnen, sind vielfältig. Wie schneidet man Fingernägel des 3-Jährigen, wie soll man ein Bilderbuch angucken oder vorlesen, wie kann man auf das Kind auf dem Spielplatz aufpassen oder im Sommer an den Badesee gehen, wenn sich dort hunderte Menschen tummeln? 

Diese und viele Fragen beschäftigen blinde Eltern sehender Kinder genauso wie die Sorge, von der Gesellschaft als „behindert“ und „unfähig Kinder zu erziehen“ abgestempelt  oder von Passanten entmündigt zu werden. 

Manche Eltern vermeiden sogar, eine Elternassistenz zu beantragen mit der Sorge, man könnte ihnen das Sorgerecht entziehen. Wie verständnislos ist die Welt gegenüber blinden Eltern und welche Probleme haben blinde Eltern gesunder Kinder?

 

Foto: Moritz Küstner

 

Ich möchte mich gern mit blinden Müttern bzw. Vätern zu dem Thema austauschen und suche Geschichten, die Sie mir dazu erzählen können. Gibt es Fälle, in denen blinden Eltern das Sorgerecht aufgrund ihrer Behinderung entzogen wurde, wurden die Kinder in Pflegefamilien gegeben? Wie schwierig ist die Beantragung von Elternassistenzen und was würden Sie als Blinde sich wünschen?

Wie viel Hürden gibt es beim Thema Elternassistenz und was haben Sie erlebt? Was macht Sie wütend?

Schreiben Sie mir Ihre Erfahrungsberichte. 

Gern würde ich im Rahmen meiner Recherche für das Thema „Blind mit Kind“  mit blinden Müttern im TV-Interview sprechen, die ihre eigene Sicht auf das Thema schildern und die auch negative Erfahrungen mit den Ämter sammeln mussten. Ich selbst werde als Reporterin und Mama in die Rolle einer blinden Mama schlüpfen und versuchen, nachzuempfinden, was das bedeutet. 

Was suche ich?

Für die Reportage suche ich konkret eine Frau, die aktuell noch Sorgen hat, sich nicht traut Elternassistenz zu beantragen, die Ärger mit den Behörden hat oder einfach schon Unglaubliches als blinde Mutter erlebt hat. Ich möchte erfahren, wie schwerwiegend es sein kann, wenn man von Sachbearbeitern oder Angestellten der Jugendämter als “behindert” abgestempelt wird. Was für Fälle gibt es hier?

Erzählen Sie mir davon! TV-Interview mit guter Aufwandsentschädigung geplant.

Wie machen wir das?

Per Fernsehinterview. Wer nicht ins TV will, kann auch komplett anonym gedreht werden (nur Dreharbeiten von hinten oder Hände zeigen bis hin zu Perücke etc. Alles ist möglich.) Schriftliche Erfahrungsberichte per Mail sind aber auch sehr erwünscht, weil ich diese anonym in meine Recherchen mit einfließen lassen könnte. Wer also gar nicht vor die Kamera will, hilft mir mit anonymen schriftlichen Berichten sehr…!

Zudem gibt es in Berlin am 2.09. einen kostenlosen Erste Hilfe Kurs für blinde Mütter, den ich auch vor Kamera (als blinde Mama) besuchen werde. Wer mag, ist herzlich eingeladen. Einfach Mail an ankereichardt7@googlemail.com

Wann?

Die Dreharbeiten sind idealerweise im September/ Oktober.

Alle restlichen Fragen kann ich in einem Gespräch ohne Probleme klären. Über eine schnelle Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Kontakt:

Anke Reichardt, ankereichardt7@googlemail.com

Mobil: 0176-22667748 

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Ich bin sehr gespannt, ob sich jemand findet. Bei Fragen oder Unsicherheiten ruft einfach an und stellt diese in einem persönlichen Gespräch. Ich freue mic, wenn ihr den Beitrag fleißig teilt, damit er möglichst viele Menschen erreicht.
Danke
Eure
wheelymum

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1 Kommentar

  1. Lydiaswelt

    Danke für Deine Unterstützung. Meine Kinder sind inzwischen zu alt dafür.

    Antworten

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