Eltern mit Behinderung: Raul Krauthausen

geschrieben am 25 Feb. 2016

 

Kennt ihr Raul Krauthausen? Er ist einer der bekanntesten und aktivsten Menschen die sich in Deutschalnd für Inklusion einsetzten. Er hat viele unterschiedliche soziale Projekte  für die er sich stark macht und auch selbt gegründet hat. Er ist ein bewundernswerter Mensch – ehrlich und offen. Es freut mich sehr, dass er für uns einige Fragen zum Thema: Eltern mit Behinderungen, benatwortet hat- obwohl er selbst keine Kinder hat. 

Hallo Raul, stelle dich doch bitte einemal kurz vor und beschreibe wer du bist und was du so machst.
Mein Name ist Raul Krauthausen, ich wohne in Berlin und blogge unregelmäßig unter http://www.raul.de über Projekte und Themen Behinderungen, behindert sein/behindert werden, Inklusion und Barrierefreiheit.

Meine wichtigsten Social-Media-Kanäle sind:
facbook: https://www.facebook.com/raul.krauthausen
twitter: https://twitter.com/raulde
und YouTube: https://www.youtube.com/raulkrauthausen

15019310509_4be8896311_o.jpgBildrechte: Sozialhelden

 

Mein Anliegen ist es, auf Eltern mit Behinderungen, in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Vorurteile abzubauen und auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Gleichzeitig möchte ich anderen behinderten Eltern die Chance bieten, sich auszutasuchen. Mir hat das in der Schwangerschaft und in den letzten Jahren sehr gefehlt. Durch das Schreiben haben sich mittlerweile schon viele Menschen mit ähnlichen Anliegen an mich gewandt. Kennst du in deinem Umfeld Eltern mit Behinderungen?

Ja, ich kenne Eltern mit Behinderungen. Aber nicht viele. Ich glaube dass das sehr vielschichtige Ursachen hat. Zum einen ist da das Tabu „Behinderung und Kinder“, was sicher viele Paare davon abhält, eigene Kinder zu kriegen. Hinzu kommen auch die Einkommens- und Vermögenssituationen unter denen die Eltern leben. Dann noch die Ärzte und vermeintlichen Experten, die der Mutter dann schnell gerne mal abraten, ein eigenes Kind zu kriegen. Dabei werden Ängste geschürt. Der Überforderung, seelisch wie körperlich usw. anstatt zu überlegen, welche Ressourcen es bräuchte damit sie ein Kind kriegen kann.

Du bist ziemlich gut in der Szene vernetzt. Was denkst du, wo alle Eltern gleich sind und wo es Unterscheide zwischen „gesunden“ Eltern und Eltern mit Behinderuneg gibt?
Ach, ich denke dass die Schnittmengen riesige sind. Denn in erster Linie ist man ja Eltern von einem Kind. Ein Kind, welches viel Zuneigung, Liebe und Betreuung braucht und neugierig auf die Welt blickt. Dem Kind ist dabei egal, ob die Mutter eine Behinderung hat, denn es kennt es ja nicht anders. Genau diese Gemeinsamkeiten sollte man sehen. Also zu überlegen, wie man Elternberatungsstellen, -Angebote, -Gruppen und Kitas barrierefrei gestalten kann.

In deinem Freundeskreis gibt es Kinder. Wie gehen diese und ihre Eltern mit dir um? Wie reagieren Erwachsene und Kinder auf der Straße auf dich?

Da habe ich ein paar Tipps einmal zusammengeschrieben. Ich denke, dass es wichtig ist, den Kindern die Neugier zuzugestehen und auch ehrlich zu ihnen zu sein. Erwachsene sollten aber darauf achten, dass sie den Kindern nicht das Gefühl vermitteln, dass Behinderung etwas Schlechtes ist, wo man nicht hinsieht, nicht fragt, sich verschämt wegdreht usw. Eine Behinderung zu haben bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass man Schmerzen hat oder leidet. Siehe auch http://www.leidmedien.de

Was denkst du, was sich änderen sollte, damit wir alle gleichberechtigt sind?

Die Frage ist sehr sehr allgemein. Ich denke dass es wirklich wichtig ist, Menschen, ganz egal wie sie sind, nicht immer nur als Kostenfaktor zu sehen und ihnen dann ihre Träume wegen zu hoher Kosten auszureden.

wheelymum

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