Bücherwoche: der kleine Bauchweh

Ich freue mich sehr, dass ich euch in dieser Woche wieder einige Bücher vorstellen kann. Dieses Mal ist es nicht so speziell, wie in den vergangenen Bücherwochen – ich habe das Gefühl, mir gehen die guten Bücher zum Thema aus: Habt ihr Empfehlungen? Immer her damit – danke. Wahrscheinlich werde ich einen Tag in Frankfurt auf der Buchmesse sein und hier halte ich dann wieder Ausschau, nach neuen Büchern.

 

5 Bücher haben es in die Auswahl geschafft – darunter vier Bilderbücher.

Heute starten wir mit einem Buch, das so gar nichts mit dem Thema Behinderung zu tun hat. Aber mit dem Thema Krankheit. Und vor allen Dingen mit der Erlebenswelt unserer Kinder.

Der kleine Bauchweh

ist im Mabuse Verlag erschienen.

 

 

Im Vorwort schreibt die Autorin:

Mit dieser Geschichte möchte ich den vielen kleinen Bauchwehs dieser Welt zeigen, dass sie mit ihren Bauchschmerzen nicht alleine sind und ihnen Mut machen über ihre Gefühle zu sprechen.

Immer wieder hört man Kindern, dass sie Bauchweh haben. Bauchweh sind möglicherweise die ersten körperlichen Schmerzen die wir wahrnehmen (z.B.Blähungen) Wir Eltern speichern dies ab und verbinden es häufig mit Unwohlsein. Und so ertappt man sich vielleicht dabei, seine Kinder zu fragen: Hast du Bauchschmerzen, wenn sie sich anders verhalten als sonst. Aber auch für Kinder ist der Bauch ein großer Teil ihres Körpers. Hier geschieht so viel. Die Verdauung macht auch Geräusche und der Bauch an sich ist einfach sehr präsent. Es gibt Kinder, die bezeichnen fast alle Schmerzen als Bauchschmerzen. Manchmal ist es Luft, die nicht entweichen kann, manchmal ist es Übelkeit oder etwas ganz anders. Der Bauch ist unser Schaltzentrum. Und manchmal reagiert der Bauch, auf ganz andere Dinge. Auf Situationen in denen man sich unwohl fühlt. Und genau darum geht es in diesem Buch.

 

Der kleine Bauchweh sitzt in seiner Höhle und hat furchtbare Bauchschmerzen. Er beginnt zu überlegen, ob diese vielleicht vom Essen kommen könnten, oder ob er verliebt ist. Sind es vielleicht Magen – Darm – Vieren oder ist er zuviel Karusell gefahren? Alls das kann er auf der folgenden Seite verneinen. Dann fällt ihm aber ein, dass er mit dem großen Bauchweh Streit hatte – vielleicht hat er seine Wut herunter geschluckt und diese ist jetzt in seinem Bauch? Das könnte sein und der kleine Bauchweh wird traurig. Jetzt kommt auch noch die Angst dazu. Der große Bauchweh kommt und nimmt ihn in den Arm. Die beiden sprechen darüber und schon wird das Bauchweh besser.

Die Bilder sind sehr kindlich und farblich auf die jeweiligen Inhalte abgestimmt. Ich finde das sehr ansprechend.

 

Im Schlussteil gibt es einen großen Infoteil für Eltern, Erzieher und andere Unterstützer – geschrieben von Pietsch – Gewin (Facharzt für Kinder und Jungendpsychater und – -psychotherapie) Hier geht es um Sachwissen und Hintergründe. Es werden Reifungsschritte erklärt, Trennungsangt und Selbstvertrauen angesprochen, Seele, Stress und Familie aber auch das Gefühl den Schmerz zu akzeptieren und über die Gefühle zu sprechen finden hier einen Platz. Dazu gibt es immer wieder praktische Tipps. Diese sind ein einem Kästchen als Rat abgebildet. Das Wort ist für mich nicht ganz stimmig, letzten Endes sind es Ideen, um dem Kind zu helfen.

 

Welche Erfahrungen habt ihr denn so gemacht?

Eure

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wheelymum

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