18 Tipps für Kinder und Eltern

Erstellt am 19.April 2016

Mama, was ist behindert? Diese Frage stellt sich immer wieder einmal, wenn Kinder Kontakt mit Menschen haben, die in irgendeiner Art und Weise eingeschränkt sind. Dazu gab es einen Artikel mit vielen Erklärungsversuchen. Auf diesen Beitrag bekam ich ettliche Fragen, wie man denn konkret damit umgehen soll, wenn man auf jemanden trifft und die Kinder fragen stellen. Nicht jeder traut sich die Menschen anzusprechen.

Wie gehe ich als Eltern damit um, wenn mein Kind, etwas über Behinderung wissen möchte? z.b. wenn wir jemanden in der Stadt sehen. 

Ich kann, nur aus meiner Sicht als Rollstuhlfahrer sprechen. Hier möchte ich euch  18 kleine Tipps mitgeben:

  • Beantworte die Frage deines Kindes (einfach und konkret)
  • Stehe zu deiner Unwissenheit – „Ich weiß es nicht, aber wir können ihn fragen“
  • Traut euch zu fragen!!!!
  • Unterstütze die Neugierde deines Kindes
  • Angst oder Verlegenheit sollten Kinder nicht mit Behinderung in Verbindung bringen, das kannst du einfach vermitteln, indem du selbst einen natürlichen Ungang mit allen Menschen hast.
  • Schimpfe nicht, wenn es auf mich zeigt oder Fragen stellt
  • Lasse deinem Kind Zeit mich anzuschauen. Kein Kind starrt.
  • Wir sind alle unterschiedlich, dies können bereits Kinder wissen
  • Ein schöner Satz ist z.B. Die Welt ist voller Menschen die anders sind – jeder kann etwas anderes – du z.B. malen, dein Bruder tanzen usw. denn gleichzeitig
  • Stell Gemeinsamkeiten heraus – so unterschiedlich wir Menschen sind, es gibt immer auch Gemeinsamkeiten z.B. die Frau ist auch eine Mama, oder das Kind ist so alt wie du oder, …
  • Sieh die Person (im Rollstuhl), nicht nur das Hilfsmittel (Rollstuhl)
  • Achte auf deine Worte
  • Sei dir deiner Vorbildfunktion bewusst und achte auf deine eigene Reaktion – Kinder übernehmen viel – auch Gefühle und Unterbewusstes.
  • Bleibe ruhig und freundlich, dann werden deine Kinder dieses Verhalten als „normal“ ansehen und ebenso handeln.
  • Mache deutlich, dass niemand minderwertiger ist, weil er andres aussieht oder sich anders benimmt und begegene deinem Gegenüber mit Respekt.
  • Schaue dem Rollstuhfahrer in die Augen
  • Es ist für alle ein Gewinn, wenn Kinder die Möglichkeit haben, einen Rollstuhlfahrer ohne Rollstuhl zu sehen. z.B. im Cafe oder auf dem Sofa, oder, oder, oder… das ermöglicht den Kindern den „Menschen“ zu sehen. Bei einer spontaten Begegnung in der Stadt ist dies natürlich schwer umzusetzten, sollte der Kontakt aber von Dauer sein, so ist dies mit Sicherheit möglich.
  • Ein schwerer Schritt für Eltern: Lass dein Kind auf den Rollstuhl sitzen. Mich stört es nicht und Kinder können neue Erfahrungen sammeln. Dadurch verlieren sie Ängste.
wheelymum

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