1. Dezember vom Zauber, Schnee und das wir mal wieder von unseren Kindern lernen können

  1. Dezember

ich höre es rascheln und weiß: Es ist die Dezember. Aufgeregt schauen die Kinder nach dem Adventskalender und der Wichteltür. Sie kommen danach zu mir ins Bett und wir lesen die erste Geschichte. Ein klein wenig Weihnachtszauber – wenn auch sehr früh, denn es ist kurz vor 6 Uhr am Morgen.

Wir stehen auf und öffnen die Rollläden. Da wartet das echte Weihnachtswunder. Schnee. Auf der Erde, auf den Dächern und Schneeflocken die vom Himmel fallen.

Schnell etwas frühstücken und um 6.30 Uhr sind alle warm eingepackt im Garten und genießen dieses Wunder. Es wird schulfrei gefordert, denn was soll man in der Schule, wenn auch bei uns endlich einmal schneit.

Junior versucht Schlitten zu fahren, auch wenn es dazu zu wenig Schnee ist, der auf der Erde liegt.

Dabei fällt mir eine Geschichte ein:

Vor drei Jahren, lag ich in der Frauenklinik in Heidelberg. Bereits seit Wochen. Ein Arzt kam immer wieder zu mir und erzählte mittlerweile auch etwas privater mit mir. An einem Tag im Dezember fragte er mich, ob ich meinem großen Sohn, denn schon erzählt habe, dass es in Heildelberg schneit. Ich verneinte und sagte, es bleibt ja hier auch nicht liegen. Er erzählt, dass er am Tag zuvor auf den Königsstuhl lief, zum wandern und den freien Tag genießen. Er sah Kinder mit ihrem Schlitten und Poporutschern. Er schüttelte den Kopf und lachte sie fast aus. Warum quälen die sich mit solchen Dingen den Berg hoch, bei 2 – 3 Flocken, das ist doch wirkliche Kraftverschwendung und die Enttäuschung am Ende wird groß sein. Er läuft weiter, die Kinder steigen an einer Bushaltestelle ein. 30 Min später, steht der Mann inmitten von Schnee. Knöchelhoch. Er hat die Kinder nicht mehr gesehen, aber er dachte:

Wie schlau ihr ward und wie gerne hätte ich jetzt euren Schlitten, um den Berg hinunter zufahren, als er mit nassen Hosen in den Bus hineinstieg, um hinunter in die Stadt zu kommen.

 

Wir Erwachsenen wissen nicht immer mehr. Oft denken wir, dass wir Dinge besser einschätzen können als Kinder. Weil wir mehr Erfahrung haben, oder weil wir uns vermeintlich besser informiert haben. Manchmal mag das auch so sein, aber bestimmt nicht immer. Lassen wir uns manchmal ein, auf ihre Ideen und sie ihre eigenen Erfahrungen machen. Vielleicht können wir dabei selbst überrascht werden oder einen Zauber spüren.

Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit.

 

Eure

wheelymum

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