WmdedgT – am 5. Juli

Der Blick auf den See

Es ist Dienstag, der 5. Juli 2022. Ich wache kurz vor dem Wecker auf. Müde. Mein Rücken schmerzt noch immer sehr.

Morgenroutine… Frühstück richten. Wasser trinken, anziehen, Wäsche gleich verräumen. Frühstücksboxen richten. Ein Kind motivieren, ein Kind versuchen etwas zu beruhigen. Dazwischen eine kleine Diskussion zum Thema: Sind Farben wirklich für alle da? Das Schulkind ist auf dem Weg, der Herzmann bringt das Kindergartenkind weg und ich fahre zur Physiotherapie.

Danach habe ich 30 Min Pause, bevor ich zum Zahnarzt muss.

Auf dem Rückweg kaufe ich Sachen fürs Mittagessen. Ein Gesprächstermin steht noch an – total super geplant von mir, so direkt nach dem Zahnarzt. Als ich endlich zu Hause bin brauche ich zunächst eine Pause. Während die Nudeln kochen schreibe ich 3 Mails. Ein Salat zu den Nudeln und nach und nach trudeln alle Kinder hier ein.

Beide haben viel zu erzählen, nicht unbedingt vom Kindergarten und der Schule, aber dennoch viel zu berichten. Wir alle müssen dringend etwas trinken – Mist schon wieder vergessen immer wieder daran zu erinnern. Sowieso hätte ich diesen Sommer eine immer wiederkehrende Nachricht aufnehmen können: Bitte denkt an eure Sonnenmützen, wir müssen nochmal eincremen und trinkt.

Junior macht sich an die Hausaufgaben und zumindest 1 von 3 gehen gut und ohne meine Hilfe. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass er zuerst dachte er hätte diese Hausaufgabe vergessen. Als er sie sich dann erneut besorgt hatte und wieder zu Hause war, stellte er fest, dass sie doch dabei war. Danach wird es etwas zäher. Da am nächsten Tag Bundesjungendspiele sind, entscheidet er sich heute nicht alles zu machen. Ich sehe das kritisch, denn ob er morgen motivierter sein wird als heute, wage ich zu bezweifeln. Aber nun gut. Das Januarwunder liegt im Bett und hört Toniegeschichten an, die wir aus der Bibliothek frisch ausgeliehen haben.

Dazwischen versende ich sehr viele Nachrichten über mein Telefon. Auch wenn ich heute nicht in echt dabei sein kann, bin ich über das Handy an diesem Tag mit meiner Freundin verbunden.

Wir spüren die Luft ist raus. Aber was machen? Meine to – do Liste ist so lang, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Das Telefon klingelt und das Handballtraining vom Januarwunder wird abgesagt. So entscheiden wir uns spontan an den See zu gehen, die Jungs können dort schwimmen oder planschen und weil ich dringend etwas zum Luft zum durchtamen brauche, verkünde ich, dass wir nur Rohkost mitnehmen und dort zum Abendessen Pommes holen.

Das Packen geht erstaunlich schnell. Normalerweise ist das bei uns ein Drama in mehreren Akten. Aber heute geht es richtig gut und alle packen mit an. Als wie kurz nach halb fünf an den See kommen, ist die Freude groß. Im Schatten lässt es sich auch gut aushalten. Die Kinder spielen und sind glücklich. Ich lobe mich selbst für diesen Entschluss hier zu sein. Um kurz vor 17 Uhr gehen die Rollos am Kiosk herunter. Als wir nachfragen, ob es noch etwas zu Essen gibt, heißt es aber nein. Leider nicht. Wir sind für heute ausverkauft.

Ahhhh. Da mache einmal so etwas, einmal! Und dann gibt es um 16.55 Uhr schon keine Pommes mehr und auch sonst nichts. Also wieder umplanen. Die Kinder stört das aktuell noch nicht. Aber später sicherlich. So müssen sie leider zuerst nur Rohkost essen und wir gehen früher als gedacht nach Hause. Dort gibt es dann die restlichen Nudeln vom Mittagessen.

Wir versuchen es mit Fassung zu tragen.

Die Kinder werden vom Papa ins Bett gebracht – ich auch. Schlafen kann ich noch eine ganze Weile nicht. Aber sitzen eben auch nicht mehr. Deswegen liege ich im Bett.

Eure

wheelymum

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