Unser drittes Adventswochenende mit Lockdownverkündung und Quarantäne

Hört sich diese Überschrift nicht nach purer Partystimmung an?  Den ersten Teil unseres Wochenendes habe ich ja schon in den 12 von 12 verbloggt. Aber auch am Sonntag ist ein Kind noch in Quarantäne und es ist klar, dass wir alle das Haus nicht verlassen werden. So beginnen wir den dritten Advent mit einem Frühstück von den Kindern gerichtet.

Wir basteln, spielen und backen uns weiter durch den Tag.

Mit kleinen Ästen wurde geschnitzt. Danach haben sie daraus so etwas ähnliches wie Weihnachtsmänner gebastelt. Oder Zauberstäbe oder was auch immer.

 

Junior hat in der Schule Adventskerzen gebastelt. Diese wurden geölt und an jedem Adventssonntag kommt eine weitere Flamme dazu. Diese ölen wir ein.

Die Kinder vertiefen sich ins Spiel und wir atmen kurz durch. Als die Stimmung zu kippen droht, „backen“ wir kleine Lebkuchenhäuser. Die Variante aus Butterkeksen geht auch mit Zöliakie super gut und insgesamt frage ich mich schon beim herstellen, warum es immer das große sein muss. Ich kann euch das nur empfehlen. Einfach, schnell. Der Zuckerkonsum ist auch ausreichend und die Kinder haben dennoch Freude. Für ein Bild während der Herstellung, war es dann aber doch zu klebrig

Diese Häuschen gibt es dann zum Kinomittag zu Hause. Auf Kika kommt der kleine Wichtel.

Ich schaue danach die Pressekonferenz für Baden Württemberg mit Gebärdensprachedolmetschrin.

Lockdown also. Natürlich. Und super wichtig.

So viele Gedanken, in so viele unterschiedliche Richtungen. Die nächste Woche, wäre Junior fast noch komplett in Quarantäne gewesen. Hier ändert sich für uns an der Betreuungssituation also kaum was. Ich verstehe aber jeden, für den dies eine enorme Herausforderung darstellt.

Ich wünsche mir so sehr, dass wir einander sehen und uns nicht gegenseitig angreifen, Leid und Belastungen vergleichen und gegeneinander aufwiegen.

Am Nachmittag folgen noch Gespräche über Weihnachten. Für manche ist es kein großes Problem in diesem Jahr ohne Angehörige zu feiern. Für andere schon. Wie teilt man sich auf, dass auch wirklich niemand alleine ist. Gerade bei Familien mit schweren Jahren? Mit Verlusten in diesen Jahren. Ich verstehe auch das Argument, dass man nicht weiß, ob es nicht vielleicht das letzte Weihnachten der alten (Groß- ) Eltern ist. Nein man weiß es nicht. Aber bei einer gemeinsamen Feier, ist die Wahrscheinlichkeit noch größer, dass es das letzte sein wird. Wie umgeht man Familienhopping? So dass man sich zwar immer an die Regeln hält, aber dennoch viel zu viele Kontakte hat. So viele Gedanken, so viele Gefühle.

Vielleicht können wir uns für dieses Weihnachtsfest die Herausforderung stellen, einmal alles auf null. Wir dürfen uns frei machen von allen Erwartungen. Für uns selbst den Tisch schön decken, nicht nur für andere. Unsere Lieblingsplätzchen backen. Und dabei genau hineinspüren: Was will ich wirklich. Neues ausprobieren. Nichts muss. Und wenn wir wissen, was wir Sich das gut merken – vielleicht fürs nächste Jahr oder für die Weihnachtsfeier im Mai.

Ich finde es so wichtig, dass wir im Gespräch bleiben und gegenseitig unterstützen und andere nicht verurteilen. Für niemanden werden die nächsten Wochen einfach. Und doch sind die Lebenswelten ganz unterschiedlich. Die einen haben Existenzängste, die anderen arbeiten am Limit. Es gibt Menschen mit Krankheiten und Behinderungen und es gibt Menschen die an ihrer Belastungsgrenze sind und darüber. Wir können nur mit Abstand und dennoch gemeinsam diese Zeit überstehen. Jund geht es nicht eigentlich genau auch darum in Weihnachten? Für einander da zu sein, wie auch immer das gerade aussehen kann.

Wir probieren es mit viel gemeinsamer und Zeit, die wir mit Momenten füllen. Heute zum Beispiel mit selbstgemachter Pizza. Natürlich kann das auch ein fertiger Teig sein, aber alleine das Belegen bereitet hier immer viel Freude.

Wie müssen neue Abläufe und Regeln finden. Zum Beispiel, dass man zwar in der ganzen Wohnung spielen darf, aber ich am Tagesende doch noch irgendwie durchkommen müsste.

Kleine schöne Momente schaffen, wir auch immer wieder mit Düften. Und so kam das Januarwunder mit dem Wunsch nach einer Massage. Das geht auch wunderbar zum Thema Plätzchen backen, kennt ihr diese Massagegeschichten für den Rücken? Es hat sich Lavendelöl ausgesucht, Junior Organgenduft. (P.S. Ein Duftset, könnt ihr auch noch gewinnen)

Danach gibt es die gute Nacht Geschichte und Zeit ohne Handy und TV. Denn auch das wird so wichtig werden, wenn wir alle aufeinander sitzen. Das jeder doch immer noch ganz kleine Freiräume hat, nur für sich.

Gehen wir es an.

Eure

wheelymum

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1 Kommentar

  1. Jo

    Danke für deine Arbeit hier. Ich lese das immer sehr gerne und habe schon viele Impulse für uns gefunden.
    Habt eine gute Woche, Lg von Jo mit Familie

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