Freitagslieblinge am 9. November 18 – Bewusst werden und Zeit für mich

Puhh, was war das für eine emotionale Woche. Von Trauerfall bis Geburt, von einer Überraschung mit einem Lächeln bis zu einem Geburtstag. Von Licht und Schatten und von St. Martin bis zu den Adventskalendern. Es war aber auch eine Woche voller Achtsamkeit und das ich mir bewusst wurde, wie gut die kleinen Momente tun können.

Und genau das wurde mir, als ich zunächst mit beiden Kindern unterwegs war. Junior hatte einen Termin und das Januarwunder schlief ein. Und ich hatte Zeit – nur für mich. Die Sonne schien und es war so wunderschön. Das Gesicht gegen die Sonne halten und versuchen, alles für einen Moment auszublenden. Es gelang mir. Wenn auch nicht lange, aber immerhin diese paar Minuten hatte ich nur für mich. Wenn das nicht der Lieblingsmoment der Woche für mich sein sollte, dann kann es keinen geben.

 

 

Ich nutze auch die Zeit um zu lesen. Das ging in dieser Woche nur draußen, denn drinnen übermannt uns gerade das Chaos. Aber ich bin dabei zu lernen, dies hinter mir zu lassen, wenn ich es nicht sehe. Ein langer, langer Weg. Aber so hatte ich die Gelegenheit das Buch:Was passiert mit der Liebe, wenn der Partner zum Pflegefall wird? aus dem rororo Verlag fertig zu lesen. Und ich bin etwas zwiegespalten. Denn es beginnt mit der Aussage aus einem Tatortfilm: Was würdest du tun, wenn ich morgen im Rollstuhl säße?

Ich verstehe die Intension hinter dieser Frage und hinter der Aufmachung des Buches. Gleichzeitig vermittelt es aber damit, dass das Leben fast zu Ende ist, wenn man im Rollstuhl sitzt. Und das ist es nun mal nicht. Natürlich gibt es Veränderungen und die elementare Botschaftes des Buches ist die Liebe – die bedingungslose Liebe – ganz gleich was passiert. Aber ein Mensch im Rollstuhl ist ein Mensch. Und nicht jeder Rollstuhlfahrer ist zwingend auf Hilfe angewiesen, nicht jeder Pflegebedürftige ist bettlägrig. Hier fehlt mir leider noch etwas, damit das ganze differenzierter und damit offener wird. Wen man im Buch weiter liest, beginnt man das ganze etwas zu verstehen. Hier greift Birgit Ehrenberg die Geschichten von 6 unterschiedlichen Paaren auf und geht hier feinfühlig in das Tabuthema: Krankheit, Pflege und Liebe hinein. Und was am Ende dabei herauskommt? Ein Loblied auf die echte, unvermittelte Liebe.

Mein Lieblingsessen in dieser Woche, war das Geburtstagsessen über dem Feuerkessel.

 

Und damit hatte auch der Lieblingsmoment mit den Kindern etwas zu tun. Junior hat für seinen Papa ein wunderschönes Geburtstagsgeschenk gemacht. Und gleichzeitig mit seinem Bruder versucht eine Stadt aufzubauen. Das ist mit dem Janaurwunder mehr als schwierig, aber er hat es tapfer gelöst.

Und wahrscheinlich wird es bei der Variante – aus Spiel – bleiben. Das macht aber gar nichts. Jedoch möchte ich hier die Lieblingsinspiration der Woche mit anhängen, denn das ist die Aktion #unten auf Twitter. Damit kann vieles sichtbar gemacht werden. Und weil wir aber dennoch auch etwas tun können, möchte ich hier noch einmal auf die Petition von Nina aufmerksam machen.


Wir werden heute noch St. Martins Gebäck backen und dieses s´dann teilen – ganz gleich ob unten oder oben. St. Martin ist wahrscheinlich noch genauso aktuell wie damals.

 

Eure

wheelymum

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