Ferien zu Hause – diese Pause war bitter nötig und dann kam doch alles ganz anders

2 Wochen Ferien. Am liebsten wäre ich weggefahren, aber das war ja aus Gründen nicht möglich. Also sollten es Ferien zu Hause werden. Für uns alle. Das ist meistens etwas gefährlich, denn ich habe dann immer viel zu viele Pläne und Gedanken. So war es dieses Mal natürlich nicht anders. Ich hatte so viele Pläne für die Ferien. Ferien zu Hause und wahrscheinlich auch mit wenigen Ausflügen, auf jeden Fall ohne große Menschenmengen. Und dennoch wollte ich es besonders schon machen und auch haben.

Lecker kochen, neues ausprobieren, den Bücherstapel mal etwas nach unten lesen, ein Besuch am See oder eine Wanderung. Ein Kinoabend, Picknick und vielleicht draußen Freunde treffen. Die Jungs wollten im Garten zelten und noch so viel mehr.

Ferien zu Hause sind für mich wirklich schwer. Ich habe etwas in mir, das mich immer wieder weg zieht. Ich liebe es woanders aufzuwachen, eine andere Umgebung zu sehen. Immer und immer wieder. Das muss weder weit weg, noch besonders sein. Doch das ist in diesen Ferien wieder nicht möglich. (Ich weiß, dass viele diese Möglichkeiten gar nicht haben)

Aber meine Ambitionen an Ferien zu Hause sind irgendwie schon von vorne herein zum scheitern verurteilt. Es ist nämlich schlichtweg zu viel. Den Garten schön machen, damit ich auch hier entspannen kann. Einige der To dos mal ab arbeiten, damit sich das nicht immer noch weiter anstaut. Aufräumen, ausmisten,….  Lagerfeuer und eigentlich will ich immer alles und davon viel.

Und was wurde daraus?

Das Pfingstwochenende war völlig verregnet und es hat furchtbar gestürmt. Die Kinder haben zu wenig geschlafen und hatten schlechte Laune. Ich hatte Schmerzen aus der Hölle und lag tatsächlich mal wieder 5 Tage am Stück flach. Mir kamen die Tränen vor Schmerzen. Keinen meiner Pläne konnte ich in die Tat umsetzten. Dabei wollte ich doch auch noch ausmisten und endlich einmal so gut es geht die Küchenschränke abwaschen. Und dann ging einfach gar nichts mehr…. Ich war sauer wie eine Zitrone. Doch das änderte rein gar nichts. 

Das war blöd, ja.

Das lässt sich auch nicht schön reden.

Es gab wirklich total blöde Tage und ich kam mir vor wie in den Herbstferien.

Doch unsere Kinder haben mir gezeigt, was und wie  schöne Ferien auch sein können.

Sie haben gespielt und gespielt. Sich selbst kleine Schatzsuchen ausgedacht – natürlich mit Eis als Belohnung. Es wurde sich auf der Straße mit den Nachbarskindern getroffen und stundenlang miteinander endlich wieder gespielt. Denen war das Wetter völlig egal. Junior hat das mit den Zitronen und er Limonade wörtlich genommen und so entstand in Zusammenarbeit ein Limostand. Es gab einige erste Mal, wie z.B. alleine zum Bach und dort Metall angeln. Sie waren abends zu lange draußen und haben in die ganze Wohnung Sand getragen. Es wurden kleine Ideen zu Stande gebracht und mit jedem Tag sind sie ein paar Millimeter größer geworden.

 

Natürlich haben wir doch das ein oder andere gemacht, aber nicht nach Plan. Ich habe sogar gefragt, ob wir nicht eine Nacht woanders übernachten möchten und es hieß, sie bleiben lieber zu Hause und genießen die Zeit hier, weil sie noch so viel vor haben. Tage selbst gestalten, zu erfahren, was kann ich alles an einem Tag machen oder wann brauche ich eine Pause. Singend durch die Gegend zu hüpfen ohne es zu spüren und abends war ich die allerblödeste Mama, weil ich den Tag für beendet erklärt habe.

Den Spruch: 

“Leben ist das was passiert, während du andere Pläne machst”

 

kennt ihr alle. Und genau so war es. Plötzlich hatte ich Zeit für ein langes Frühstück und konnte sogar im Buch etwas in Ruhe lesen. Ja, nur in einem und auch nur ein paar Seiten, aber hey,… Ich habe lernen müssen, mich auf dieses Treiben lassen, einzulassen. Ok ich muss zugeben in der zweiten Woche war das Wetter besser, da war das etwas einfacher. 

Ferien sind  Zeiten, in denen  man so viel lernen kann, einfach so.

Und genau das haben mich diese Ferien gelehrt.

wheelymum

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2 Kommentare

  1. Malu

    Danke für diesen Beitrag, das muss ich auch immer wieder lernen.

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  2. Moni

    Einen Limostand, das ist ja echt wie bei uns früher. Alles Liebe, Moni

    Antworten

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