Es ist mir zu laut -also muss ich Ordnung schaffen

Es ist mir zu laut. Der Krach geht mir auf die Nerven, alles um mich herum scheint mir zu laut zu sein. Die LKWS die die Baustellen in der direkten Umgebung befahren, die umgeleiteten Buslinien die nun im Stundentakt durchfahren. Alleine die Gedanken an die Zugfahrt mit Lautsprecherdurchsagen, verspätete Züge., all das ist mir zu laut. Fahren wir stattdessen mit dem Auto, blendet mich die tiefstehende Herbstsonne – und ja: nach einem vollen Tag ist mir sogar die Sonne zu laut!

Es ist mir natürlich nicht einfach zu laut. Es ist mir zu viel. Ich habe viel um die Ohren: Telefon, Mails, Besprechungen, Haushalt, Kinder, Termine, Nachrichten – vielen geht es genauso wie mir. Ich höre das Kind: „Mami…..“ rufen und höre mich ausschnaufen, bevor ich zurück rufe: „jaaaa.“

Es ist mir zu laut. Ich bin mir zu laut. Und gleichzeitig höre ich mich laut zurück rufen. Ich beschwere mich, dass meine Kinder zu laut sind. Ich spüre wie ich unruhig werde. Ich schaue mich um und alles hier stört mich. Innere Unruhe überträgt sich bei mir ins Äußere. Mir ist klar, ich brauche Äußere Ruhe und Ordnung, um mich innerlich zu ordnen.

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, wie verrückt das ist: Ich übertöne den Alltagslärm mit Krach. Tagsüber sind tausend Geräusche und Infos durch die Ohren in mein Hirn gewandert, und da drin ist es einfach laut. Jetzt bloß keine echte Stille – ich könnte mich ja selbst denken hören!

Es ist zu laut! Ruhe. Ich will mich denken hören. Ich will nachdenken und entscheiden, was wichtig ist, und was weg kann.

Also nehme ich mir einen Moment der echten Stille und habe beschlossen auszusortieren. Dabei hat mir das Büchlein Das kleine Übungsheft – Ausmisten und wieder durchatmen * (Link zum Partnerprogamm) Ich halte das Büchlein über die Wäsche

 

unheimlich geholfen. Nicht nur dass ich erkennen könnte, welcher Aufräumtyp ich bin, nein ich habe auch ganz viele praktische Tipps erhalten bei Sachen bei denen ich mir unsicher bin, ob sie sie noch brauche wie z.B. eine Kiste mit den Dingen richten und zukleben. Brauche ich in etwas daraus, kann ich es mir holen. Brauche ich die Dinge nach einem Jahr nicht, dann werfe ich den Karton weg, ohne dass ich nochmal rein schaue (und ihn vielleicht wieder ausräume)

Oder wie viel von allem brauche und was ist zu viel. Ein Bild davon möchte ich einmal mit euch teilen, schreibt einfach mal auf, was ihr braucht und vergleicht dass danach mit dem was ihr habt.

 

Was ist wichtig und was kann weg? In meinem Kopf sollte es nicht dröhnen, weil ich so viel um die Ohren habe. Die Buslinie die neuerdings hier durchfährt, sollte mich nicht aus der Fassung bringen können. Und so habe ich etwas vor in dieser Woche. Äußere Ordnung für innere zu schaffen. Dazu höre ich Hitparade und gebe mit noch einmal richtig was auf die Ohren, damit ich mich danach richtig denken hören kann.

 

Eure

 

 

wheelymum

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