Eltern mit Behinderungen: Der Krebs hat sich meinen Mann geholt, doch sein Vermächtnis gibt Tausenden Hoffnung

Blogreihendonnerstag. Behinderungen und chronische Krankheiten können so vielvältig sein. Eine Krankheit die viele von euch kennen, ist Krebs. Wie geht man damit um, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt? Es gibt wahrscheinlich kein Richtig und kein Falsch. Es gibt viele Wege…

 

Am vergangenen Samstag klingelte der Postbote und brachte mir eine Büchersendung. Am Montag war Weltkrebstag. Am Dienstag hatte ich das Buch aus der Büchersendung durchgelesen. Am Dienstag Abend schaute ich Lanz im ZDF an und sah und hörte Ines Gillmeister. (Hier kommt ihr zu Mediathek – Ines spricht ca. ab 59:00 Min)

Viele von Euch kennen sie vielleicht von ihrem Blog cancer-is-an-asshole Weg ins Leben 2.0 

Ines, ihr Held Simon und die Heldenkinder haben uns alle seit 2017 mit ihrem Blog einen Einblick in das Leben als Familie gegeben. Es waren alltägliche Dinge und immer war die Krabbe Kunibert dabei. Kunibert war der Name für das von Simon. Der Papa hatte Krebs. Simon gab dieser Krankheit ein Gesicht. Es gab eine riesige Aktion mit der DKMS und es wurden Stammzellenspender gesucht. Für Simon, um ihm mehr Lebenszeit zu schenken, aber auch für viele andere Menschen. Immer noch findet jeder 10 Mensch, der auf eine Stammzellentransplantation angewiesen ist, keinen Spender. Zu viel. Wer sich genauer darüber informieren möchte kann es in diesem Beitrag tun, oder hier bei Ines oder direkt auf der Seite der DKMS.

Familie Gillmeister erstellte eine Bucketlist. Leider haben sie es nicht geschafft alle Punkte davon zu erfüllen. Doch deswegen bleibt die Liste nicht unerfüllt, nein. Sie wird weiter gelebt und ein Foto vom Helden wird sie immer dabei begleiten. Ein Punkt auf dieser Liste war ein Buch zu schreiben. Bereits kurz nach seinem Tod, begann Simons Frau damit diesen Traum umzusetzen. Simon war sich schon immer sicher, dass sie das schaffen und Ines einfach hervorragend schreibt. Man verliebt sich in ihre Worte. Ines hat es geschafft und so entstand: Rock den Himmel, mein Held: Der Krebs hat sich meinen Mann geholt, doch sein Vermächtnis gibt Tausenden Hoffnung * (Link zum Partnerprogramm) bei Eden Books.

Das Buch wird morgen erscheinen. Und ich darf es euch heute schon vorstellen. Auf 236 Seiten schreibt Ines von ihrem Kennenlernen, ihrer Familie, von Kunibert, bis zum Sieg von Simon über die Krabbe und seiner Besetzung.

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung.

An ihren Mann, an die Familie und an das Leben.

Dieses Buch ist ein Augenöffner, wenn man sich darauf einlässt.

Zeit ist kostbar, nichts ist selbstverständlich und die kleinen Momente zählen.

Es zeigt den Umgang mit der Krankheit und es zeigt, es zeiht dass Krebs nicht ansteckend ist und man sich dennoch oft alleine fühlt, weil die Umwelt überfordert ist.

In diesem Buch wird gelacht, geliebt, geweint, getrauert, geschrien und gelebt. Kunibert war ein Begleiter dieser Familie. Er hat sie aber nicht bestimmt. In diesem Buch geht es um Krankenhausaufenthalte, Krebswerte, Ärzte aber noch viel mehr um eine Liebe, eine Hochzeit, neues Leben, die DKMS, wie Menschen sich für etwas einsetzten, um Schatzsuchen im Garten und Streuseleis. Ines Blick bleibt immer weit und es lässt sich vielleicht annähernd erahnen, wie anstrengend und kräftezehrend das alles sein mag. Der Deal der Familie war: Du kümmerst dich um Kunibert, und ich mich um den Rest.

Und dieser Rest war scheiße viel. Auf eine ganz besondere Art und Weise wurden Gespräche mit den Kindern geführt. Es wurden Bilder und Vergleiche dargestellt, die so viel Fantasie zeigen und wunderschöne Erklärungen geben. So gab es Chemoritter und ein Heldenversteck. Auch eine Erinnerungskaspel. Was sich hier zeigt, ist der Umgang der ganzen Familie mit Kunibert, aber wie kraftvoll Worte sein können.

Liebe Ines, dir ist ein wundervolles Buch gelungen. Deinen Sprachwitz, deine Wortwahl, deine Erklärungen und deine ganze Art zu schreiben und zu erzählen, machen dieses Mut zu dem was es ist. Ein Buch auf das du so stolz sein kannst. Simon hatte recht – du schaffst das und die rockst das. Du bist eine großartige Autorin, Mama, Frau.

Danke für dieses Buch und deinen Mut und die Kraft eure Geschichte aufzuschreiben.

Ihr werdet vielen Mut damit machen.

 

Eure

wheelymum

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