Distanzlosigkeit gegenüber Menschen mit Behinderungen

Ich habe auf meinen Beitrag einen Kommentar von Anina erhalten:

Ein Erlebnis war aber auch mir zuviel..ich war im Einkaufszentrum der großen Stadt in der Nähe und mußte eben mal auf die Toilette. Es gibt da genau 1 Behindertentoilette. Immerhin war die frei und ich konnte rein. 2 Minuten später hämmerte auf einmal jemand gegen die Tür und brüllte ich solle rauskommen,dass sei ein Klo für Rollstuhlfahrer, dann versuchte er die Tür aufzureißen. Unter ständigem Schreien wollte er dann, dass die Toilettenaufsicht die Türe öffnet..hat sie nicht getan.
Als ich am Ende rauskam wollte er, es war ein junger Mann, wissen warum ich da drin gewesen sei (RATE MAL)und was ich hätte. Ich meinte nur “Geht’s noch?” und fuhr von dannen.

Dazu ist mir dann eine Geschichte von uns wieder eingefallen.

Im öffentlcihen Raum gab es eine Toilette für Rollstuhlfahrer und diese war auch gleichzeitig der Wickelraum.

Ich bin mit einem Baby hinein und habe es gewickelt. Das widerrum hat den Menschen vor der Tür zu lange gedauert. Es wurde mehrmals gegen die Tür geklopft und ich habe mehrmals gesagt, dass ich hier gerade mein Kind wickle und ich selbst Rollstuhlfahrer bin.

Es dauert einfach etwas.

Manchmal fehlt hier das Verständnis. Denn als ich aus der Toliette kam, bekam ich an den Kopf geworfen.

Das hat aber lange gedauert, hätte das Kind nicht von jemand anderem gewickelt werden können.

Ich verstehe, wenn man gerade als Mensch mit Behinderung auf die Toilette muss, man nichtunbedingt lange warten kann.Aber warum wird man so übergriffig?

Das verstehe ich einfach nicht.

 

Eure

 

wheelymum

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2 Kommentare

  1. Annina

    Wie ich das gerade lese fällt mir noch eine Reihe von Erlebnissen wieder ein. Bis vor 2-3 Jahren war in der Augsburger Innenstadt sehr oft eine Frau mit Elektroscooter unterwegs, auffällig waren ihr Hut, der wie der Hut des Paddington Bärs aussah, ihre bunte Decke für die Beine und das sie andere Rollstuhlfahrer und Rollatorbenutzer gerne beschimpfte.

    Mich hat sie 3mal “erwischt” 2mal als ich aus einer Toilette kam und 1mal im Stadtmarkt.
    Immer ging es darum das alle anderen mit Rollstuhl Simulanten und Verbrecher wären. Die Schimpfworte will ich hier nicht sagen.

    Wahrscheinlich hatte ihre Erkrankung auch etwas mit dem Verhalten zu tun. Das letzte Mal als ich sah schrie sie gerade einen Sanitäter an der Ihr helfen wollte…anscheinend waren sie wegen ihr da.

    Traurig aber bräuchte ich nicht in meinen Erinnerungen.

    Liebe Grüße

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  2. wheelymum (Beitrag Autor)

    Oh je. Ja, jeder hat bestimmt ganz eigene Erinnerungen. Schöne Erinnerungen wären natürlich angenhemer. Danke für das Teilen

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