Färben mit Naturfarben

Osterzeit ist Färbezeit. Wir malen die Ostereier in bunten Farben an. Ich färbe am liebsten mit Naturfarben. Wenn man weiße Eierschale in einem Wasserbad aufkocht indem Zwiebelschalen mit dabei sind, wird das Ei gelb. Soweit ich mich erinnere, ist das die bekannteste Art mit Naturfarben zu färben.

 

 

Ich wollte noch etwas anders ausprobieren und so haben wir mit Avocado gefärbt. Und zwar mit der Avocadoschale. Man kann wohl auch mit dem Kern färben, dafür muss dieser aber getrocknet sein.

Die Avocado auskratzen und die Schale in einen Topf mit Wasser geben. Aufkochen lassen und warten bis sich das Wasser verfärbt. Ausschalten.

Dann habe ich eine Mullwindel und Eier hinzugeben und das ganze über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Morgen hatten wir eine tolle leuchtende Farbe.

Mit der Hand unter fließendem Wasser auswaschen und zum trockenen aufhängen.

Die Eier habe ich in Essigwasser gelegt, zum fixieren der Farbe. Das würde ich nicht mehr machen, da sie dadurch einen Braunstich erhalten haben.

Die Tücher habe ich aufgehängt und in der Sonne trockenen lassen. Die Farbe wurde durch das trocknen nochmals etwas heller.

Danach habe ich sie in der Waschmaschine ganz normal gewaschen und dieses Bild für euch gelegt.

Mit dem Ergebnis war ich zufrieden, aber noch nicht ganz glücklich. Ich wollte noch Stoff färben und habe nochmals eingelesen. So kam ich zum Färberkrapp.

Damit diese Pflanzenfarbe auf Baumwolle gut angenommen wird, muss der Stoff zuvor gebeizt werden. Vor dem Beizen muss man ihn 2 Stunden in Wasser einweichen, damit die Beize später gleichmäßig verteilt wird. Zum beizen selbst, habe mich mich an das Rezept aus Natürlich selbst gemacht gehalten. Für 500g Baumwollstoff oder 1000g Seide/Wolle benötigt man 100g Alaun, 2 Tl Weinstein und einen alten Eimer, mit 10 l Wasser.

 

Man vermischt alles miteinander, lässt es kurz aufkochen und lässt den Stoff 2 Stunden darin einwirken. Dadurch verändert sich die Struktur des Stoffes, aber man sieht es ihm nicht an. Vor gebeizte Stoffe müssen deswegen beschriftet werden.

 

Das Färberkrapp habe ich in einem Stoffsack über Nacht in einem alten Topf mit Wasser aufweichen lassen. Am nächsten Morgen wird der Sud aufgekocht und das Färberkrapp entfernt. Danach kommt der gebeizte Stoff in das Farbbad. Wie die Farbe letztendliches wird ist von vielen Faktoren abhängig, der Hitze, dem Material des Topfes und vieles mehr. Es bleibt Handarbeit und ab und an auch ein Glücksgriff.

 

Unsere beiden gefärbten Baumwollstoffe (Natur) sehen jetzt ganz unterschiedlich aus. Im ersten Beispiel habe ich den Stoff lange eingeweicht. Die Farbe wurde rötlich mit einem Gelbstich

 

Den zweiten Stoff habe ich dann nur kurz eingeweicht (5-10Min) und dann zum trocknen aufgehängt.

Ich bin jetzt schon gespannt, wie das fertige Ergebnis aussieht (Das könnt ihr Ende April sehen) Das Färben macht auf jeden Fall Spaß und ich werde noch einiges ausprobieren.

Bezugsquellen:

Alaun – aus der Apotheke

Weinstein  – Stübner Kräutergarten

Färbekrapp – Stübner Kräutergarten

Idee: Natürlich selbstgemacht – Weben, Färben, Kerzenziehen * (Link zum Amazon – Partnerprogramm)

Der Beitrag ist verlinkt bei Mittwochsmagich  und beim greenStuff.

 

Eure

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wheelymum

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1 Kommentar

  1. Anette

    Mit Avocados kann man färben? Der Hammer. D

    Antworten

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