WMDEDGT Juli 19

Der 5.Juli. Zeit für ein: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Der Tag beginnt ganz früh. Ein aufgeregtes Schulanfängerkind weckt mich. Denn heute geht es zur Feuerwehr. Alles geht schneller als sonst. So fällt auch die Kaffeetasse schneller um und verteilt sich über dem Tisch und dem Boden.

Das Januarwunder wurde gerne gemütlicher starten. Unterschiedliche Bedürfnisse prallen aufeinander. Ich versuche etwas Ruhe hineinzubekommen. Vergeblich. Denn Junior fällt ein, dass er eine neue Idee für seine Geburtstagseinladungen hat. So verwandelt sich die Küche morgens noch in einen Basteltisch. Das Januarwunder spielt – und räumt dabei die Badschränke aus. Pünktlich um 7.30 Uhr sind wir startklar und verabschiede das große Kind. Los geht’s.

Fertigmachen mit Unterstützung und die Medikamente nehmen. Die Thrombosespritze setzten und die anderen blauen Flecken kurz begutachten. Die Wärme der letzten Tage schlägt sich nieder.
Ich muss Medikamente nachbestellen und schreibe mir eine Notiz. Der Arzt hat noch zu. Später rufe ich an und hoffe ich vergesse es nicht.

Einkaufszettel schreiben für das Wochenende. Das Januarwunder spielt und versucht die Treppe nach oben zu klettern. Der Herzmann übernimmt das Januarwunder und ich habe einen Telefontermin. Danach rufe ich beim Arzt an und bestelle die Rezepte vor. Mist, neues Quartal – sie brauchen zuerst meine Versichertenkarte.

Wir gehen einkaufen und zur Physiotherapie. Ich brauche eine Pause. Es war anstrengend und die Entzündung wütet noch in meinem Körper. Ich gönne mir Ruhe und eine Pause auf dem Balkon. Ich schaue immer wieder aufs Handy, um zu erfahren, ob und wann sich meine Freundin auf den Weg machen kann um uns zu besuchen. Sie kommt. Mit Verspätung. Aber sie kommt. Juhuu.

Spülmaschine ausräumen, Pizzaschnecken vorbereiten und Waffelbecher richten. Dann klingelt es. Die Stunden verfliegen nur so. Wir trinken etwas und erzählen, es tut so gut, sie bei mir zu wissen. Junior kommt vom Kindergarten – Wochenende.

Der Ausflug war toll. Gleichzeitig strengen ihn solche Besonderheiten und Eindrücke sehr an. Er braucht eine Pause. Wir kuscheln und spielen. Die Lage eskaliert. Alles ist blöd.

An einem normalen Tag müsste ich jetzt aufpassen, dass mir das nicht auch die Laue verdirbt. Aber heute ist kein normaler Tag. Denn es warten noch ganz liebe Herzmenschen auf mich. Ich gönne mir noch einen Kaffee und richte dann ein paar Knabbereien.

Wir treffen uns auf dem Spielplatz zum picknicken.
Sitzen, erzählen, quatschen, essen, und ja, dieser Tag hat etwas von Bullerbü. Auch wenn nicht alles glatt läuft, so ist es doch unsagbar schön, liebe Menschen um sich herum zu haben.Menschen die Kraft spenden – einfach nur indem sie da sind. Für solche Tage bin ich so, so, so dankbar. Sie sind selten. Aber es gibt sie.

Junior bekommt Bauchweh – irgendwo muss er in den letzten Tagen etwas Gluten erwischt haben. Also geht es noch kurz in die Wanne und danach ins Bett. Junior mit Wärmkissen, das Januarwunder stillt und ich werde wohl einfach liegen bleiben.
Müde, erschöpft und glücklich.

wheelymum

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