WmdedgT 5. Januar 2021

Was machst du eigentlich den ganzen Tag

Der erste Dienstag im neuen Jahr. Der erste 5. eines Monats 2021. Alles anders oder alles besser? Wahrscheinlich eher nicht. Heute soll entschieden werden wie es im Corona Lockdown weitergeht. Aber natürlich noch nicht am Morgen. Der beginnt noch im Ferienmodus. Und viel zu früh. Um 5 Uhr weckt mich das erste Kind und erklärt, dass es so sehr Hunger hat, wie noch nie in seinem Leben. Doch alle Frühstücksangebote werden verschmäht. Frühstück ist und bleibt die schwierigste Mahlzeit des Tages hier.

Wir trödeln etwas vor uns hin, erstellen die erste to do Liste und versuchen uns etwas zu organisieren. Das große Kind bekommt „Draußenbesuch“ denn ein kleiner Tannenbaum von den Nachbarn steht jetzt im Spielhaus im Garten. Ein kleiner Protipp – falls ihr einen Garten habt, gebt den Kindern den Baum, bis er auseinanderfällt. Sie haben unendlich viele Ideen damit.

Falls das nichts für euch ist, findet ihr hier vielleicht noch eine Möglichkeit zum weiter verwerten.

Ich beginne innen die erste Weihnachtsdeko wegzuräumen. Die Girlande und die Lichterkette am Baum dürfen noch genauso bleiben, wie Schneeflockensterne, die Weihnachtspyramide und Lichter. Ich habe mich daran einfach noch nicht statt gesehen und kann diese Wärme die sie ausstrahlen noch gut gebrauchen. Das ganze verräumen dauert länger als gedacht und ich finde es auch unheimlich anstrengend.

Wir befreien auch die Fenster von der Fingerfarbe. Jetzt kommt der nächste Pro tipp: Ich mache das immer mit dem Kratzer der eigentlich für das Ceranfeld ist. Damit bekomme ich alles gut und schnell ab, vor allen Dingen ohne großes Geschmiere.

Zum Mittagessen gibt es Kaiserschmarrn – nicht das gesündeste Essen aber für das Draußenkind gerade richtig und für mich Soulfood. Gleichzeitig helfen die Kinder gerne beim Zubereiten und der Apfelkompott geht weg wie nichts.

Am Nachmittag schwinden die Kräfte, so passt es gut, dass wir auch die Weihnachtsbücher weggeräumt haben und nun Bücher mit neuen Themen wieder Platz finden. Wir lesen 90 Minuten und machen es uns dabei gemütlich. Das hört sich idyllisch an, in Wirklichkeit ist es aber so, dass in dieser Zeit gar nichts anderes passieren kann. Ich schaffe es also nicht die Post fertig zu machen, die so dringend noch raus gemusst hätte oder ähnliches. Ein Kind beginnt den Jahreszeitentisch neu zu gestalten und mit dem jungen mache ich einen Schneemann ans Fenster. Die Wäsche steht noch da und der Boden klebt. Ich bekomme einen Anruf der mobilen Dienste und wie versuchen hier etwas zu klären, das eigentlich unerklärbar ist. Damit wir hier weiter kommen, müsste ich noch bei der Krankenkasse anrufen und mich selbst informieren. Zu viel für diesen Tag.

Auch mit diesem Text beginne ich und lasse ihn einfach stehen. Denn jetzt kommt die Pressekonferenz und der Lockdown wird natürlich verlängert. Alles andere wäre auch untragbar und doch machen sich Unsicherheiten und Ängste wieder breit.

Es bleibt viel liegen in dieser Zeit. Aus Kraftreserven. Es geht nicht anders.

wheelymum

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