Kinderbuchlieblinge im Mai

 

In unserer Kinderbuchkiste tummeln sich aktuell wieder viele Kinderbücher. Diese sind ganz bunt gemischt und werden alle gerne gelesen. Die hier vorgestellten Bücher sind alle mit einem * versehen. Wenn ihr darauf klickt, kommt ihr zu Amazon. Sottet ihr dann eines der Bücher kaufen, bekomme ich dafür eine klitzekleine Provision. Euch entstehen dadurch keinerlei Nachteile.

 

Das erste Buch ist ein Buch, das tief bewegt. Wir haben Kontakt zu zwei Flüchtlingsfamilien. Mit diesem Bilderbuch kann auch Junior ansatzweise verstehen, was diese Familien durchgemacht haben.

 Die Flucht *

 

Die Flucht erzählt die Geschichte einer glücklichen Familie – aus Sicht des Kindes. Und dann wird alles schwarz.

„Der Krieg bricht aus. Jeden Tag geschehen schreckliche Dinge um uns herum.“

Der Krieg nimmt der Familie den Papa weg. Voller Sorgen beschließt die Mama irgendwann, mit ihren beiden Kindern aus dem Land zu fliehen. Sie informieren sich genau über das Land, in das sie reisen wollen: „Da gehen wir hin, da müssen wir keine Angst mehr haben“, sagt die Mutter. Sie packen alles, was sie besitzen in Koffer, verabschieden sich von ihren Freunden und fahren los.

Immer mehr Gepäck müssen sie unterwegs zurücklassen und als sie vor der durch eine hohe Mauer und wütender Wächter geschützten Grenze stehen, haben sie fast nichts mehr. Gegen Bezahlung bringt sie ein Mann über die Grenze.

Doch dann ist noch die gefährliche Überfahrt über das Meer, die sie glücklich überstehen. Und dann fahren sie tage- und nächtelang mit dem Zug und überqueren dabei viele Grenzen. Das Erzählerkind beobachtet die Vögel aus dem Zug und sagt:

„Sie sind unterwegs wie wir. Auch ihre Reise ist lang, doch für sie gibt es keine Grenzkontrollen. Ich hoffe, eines Tages anzukommen wie diese Vögel. In einer neuen Heimat, wo wir in Sicherheit sind und neu anfangen können.“

 

Ein sehr gutes und schönes Buch das die traurige Geschichte der vielen Flüchtlinge, welche nach Europa kommen in einer einfachen kindlichen Sprache erzählt und erklärt. Bewegend und traurig. Ein wirklich hervorragendes, sehr ausdrucksstarkes Bilderbuch.

Francesca Sanna hat dieses Buch geschrieben. Es entstand aus unzähligen Gesprächen, die sie in einem Flüchtlingslager in Italien mit erwachsenen Flüchtlingen und ihren Kindern geführt hat. Im Nachwort schreibt sie:

„Dieses Buch fasst all diese persönlichen Geschichten zusammen und zeugt von der unglaublichen Kraft der Menschen, die sie erlebt haben.“

Ja. Genau das ist es.

 

 

 

Von diesem Buch aus den Übergang zum nächsten zu finden ist beinahe unmöglich.

Aber es ist so – das Buch die Flucht steht in der Kinderbuchkiste neben einem Bilderbuchklassiker aus dem Gerstenbergverlag von Eric Carle.

Herr Seepferdchen *

Eric Carle kennt wahrscheinlich jeder von der Die kleine Raupe Nimmersatt*. Der Stil ähnelt auch Herrn Seepferdchen.

Vom Inhalt und der Gestaltung ein wunderbares Werk. In dieser Geschichte kann man Herrn Seepferdchen auf seinem Weg durchs Meer begleiten und nicht nur miterleben, wie er für seinen Nachwuchs Sorge trägt, sondern auch andere Papas unter im Meer kennenlernen. Das Familienleben der Seepferdchen ist ungewöhnlich. Die Seepferdchen-Mutter legt ihre Eier in eine Tasche am Bauch des Vaters. Der Vater befruchtet die Eier und gibt auf sie Acht, während sie in seiner Tasche heranwachsen. Wenig später kommen die Seepferdchen-Babys zur Welt, wenn sie groß genug sind, um allein zurecht zu kommen. Eric Carle stellt hier eine entscheidende Lebenserfahrung kleiner Kinder in einer Tiergeschichte dar: Kleine Seepferdchen werden behütet, aber irgendwann müssen sie auch selbstständig werden. Gleichzeitig macht

Bilderbuch mit anderen brütenden Fischvätern bekannt, die – wie Herr Seepferdchen – die Jungen aufziehen. So entsteht eine Solidarität und gegenseitige Ermutigung, sich den neuen Aufgaben als werdende Väter zu stellen. Doch hinter den vier Folienseiten, auf denen Seetang, Schilf oder ein Korallenriff zu sehen ist, lassen sich weitere Meeresbewohner entdecken, die ein anderes Modell von Elternschaft praktizieren: vier Seeschnepfen, ein Rotfeuerfisch, zwei Blattfische und ein Steinfisch verstecken sich und kümmern sich nicht um Frau und Kinder. So findet sich jede Familie wieder. Es zeigt auf, dass es auch in der Tierwelt unterschiedliche Familienmodelle gibt.

 

 

Das Das Gänseblümchen, die Katze und der Zaun*

ist ein sehr vielschichtiges Bilderbuch im Comic und Collagenstil. Die Farben sind schwarz, weiß, grau, ein sanftes Gelb und grün. Mit diesen Stilmitteln wird die Geschichte vom kleinen Gänseblümchen erzählt.

„Schön“ ist er, der Garten von Lena und Manfred. Gepflegt, umsorgt, behütet und gejätet. Frei von jeglichem Unkraut und sonstigem unerwünschten Gewächs.
Doch dann, mitten am Weg, wächst ein kleines Etwas. Zu seinem Glück wird es zuerst von der Katze entdeckt, denn eigentlich darf es da gar nicht sein, dieses Etwas. Und als es sein erstes Blatt entfaltet, gelöffelt, geborstet und gezähnt, erkennt auch der nebenstehende Zaun, dass es sich dabei um ein Gänseblümchen handelt.“

Was auf den ersten Blick eine Geschichte über Unkraut und Gartenpflege sein mag, ist vielmehr. Thomas Rosenlöcher thematisiert Ausgrenzung auf eine leichte, spielerische Weise die es ermöglicht darüber zu schmunzeln und zu sprechen. Man fiebert regelrecht mit dem kleinen Gänseblümchen mit. Und dabei kommt man schnell in das Gespräch. Ein Gespräch über Achtsamkeit und Respekt, über Vorurteile und Intoleranz. So kommt auch das Thema Ausgrenzung zur Sprache – und das auf nicht wertende Art und Weise.

 

 

Ein ganz wunderbares Bilderbuch über die Jahreszeiten, verbunden mit Klassischer Musik ist das Buch

Die vier Jahreszeiten: Ein Musik-Bilderbuch zum Hören*

aus dem Prestel Verlag

Das wunderhübsche Hardcover mit den 4 Jahreszeiten und kleinen funkelnden Goldelementen lädt bereits zum zum Anschauen ein.

Jessica Courtney – Tickle hat im Wimmelbuchstil farbenfrohe, lebendige und detailgetreue Doppelseiten – für jede Jahreszeit geschaffen. Auf insgesamt 10 Doppelseiten, mit jeweils einem kleinen Text, gibt es einen Punkt zum darauf drücken. Drückt man diesen, kommen Musikelemente aus Vivaldis 4 Jahreszeiten. Am Ende des Buches werden diese nochmals einzeln vorgestellt und die Intension dahinter erklärt.

Bilderbuch, Kunst und klassische Musik sind hier in hervorragender Weise miteinander verknüpft und es macht rießen Spaß dieses Buch zu entdecken, zu hören und zu spüren.

 

 

Kennt ihr die K – T – Problematik? Meistens dauert es einfach bis Kinder das K und das T – Richtig aussprechen können. Manchmal ist auch Logopädie erforderlich. Junior sagt fast immer T – bei einem K. Wenn er langsam spricht und sich konzentriert ist das k aber vorhanden. Im Buch

Krokonil und Tupfentiger*

kann man mit Buchstaben und der Sprache spielen.

Es erzählt die Geschichte von dem kleinen k und dem kleinen t. Sie wohnen beide in einem dicken Buch und führen schönes Leben.

Doch da gibt es auch das große K und das große T. Und als sie sich alle eines Tages auf dem Spielplatz treffen beginnt ein großes Durcheinander und eine lustige Buchstabenverwirbelerei und ein spannender und phantasievoller Worterfindungswettbewerb. So kommen so wunderbare Wörter wie die Kaktusblüte, der Tintenklecks und die Krauttopf auch auf ihre Kosten, die ja nun einmal beide Buchstaben benötigen.

So erfährt man etwas über Buchstaben und ihre Bedeutung in Worten. Viel Spaß machen die vielen Worte, in denen man die Buchstaben suchen und erkennen kann. Die Geschichte dabei ist eher flach, es geht vielmehr um die Freude an der Sprache. Sie tritt sie gegenüber den Sprachspielangebote zurück. Typographisch ist dieses Buch spannend. Es ist eine Grenze von Bild und Text. So vermischen sich skizzenhafte, grafische Zeichnungselemente mit eine großen Vielfalt an Buchstaben und Wörtern. Ein Buch auch für Kinder die sich für Buchstaben interessieren oder Freude an Sprache haben.

 

Was sind denn eure aktuellen Lieblingsbücher?

Eure

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wheelymum

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