Hallo Frühling, hallo neue Energie. Oder vielleicht auch doch nicht?

Ich sitzte im Rollstuhl mit einem Blumenkleid an und schaue nach pben. Von oben ist das Foto aufgenommen. Unter mir ist eine Blumenwiese

Die Sonne scheint. Es ist warm. Alles in mir und in meinem Kopf ruft: Nichts wie raus, Eis essen, Picknick, Spielplatz, Garten, Blümchen richten, Gemüse anbauen, spazieren fahren, ach und so viel mehr. Der Kopf platz voller Ideen und in den Fingerspitzen kribbelt es. Los, los, los ……

Doch stopp. Wenn ich heute dies und das mache, dann werden meine nächsten Tage schlecht aussehen. Schönes Wetter und gute Laune haben bei mir tatsächlich einen Einfluss auf mein Körpergefühl. Bei Sonnenschein habe ich weniger Schmerzen zum Beispiel. Das ist aber bei weitem nicht bei allen so. Viele Menschen mit MS zum Beispiel, vertragen Hitze nicht gut.

Und auch bei mir trügt der Schein. Ich will so viel machen und starte voller Energie und Motivation. Doch die Löffel werden nicht mehr. Nach anfänglicher Vorfreude und auch etwas Übermut, muss ich danach spüren, dass das zu viel für mich war, Die Löffel wurden so schnell aufgebraucht und leider auch noch einige vom nächsten Tag bereits mit verbraucht, so dass es mir am Ende schlechter geht als an manchen nicht so guten Tagen.

Es ist kein einfaches abwägen zwischen:

  • ich möchte
  • ich will
  • ich muss
  • ich sollte

jeden Tag aufs neue ist genau dieses Abwägen eine meiner größten und schwierigsten Entscheidungen.

Fakt ist, ich habe so viel mehr Energie, wenn die Sonne scheint. Doch auch diese Energie ist begrenzt und es heißt jedes Jahr für mich, neu austangieren was und wie viel geht. Auch das ist ein Leben mit chronischer Krankheit und gehört zu den Dingen die viele Menschen von außen einfach nicht sehen (können).

 

Eure 

wheelymum

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1 Kommentar

  1. Bettina

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