Ein Wochenende im Juli

Die letzten Wochen waren ziemlich voll. Auf der einen Seite finde ich das ganz schön, auf der anderen Seite kostet das alles auch ziemlich viel Kraft. Umso wichtiger war es mir, auch an diesem Wochenende die Zeit zu nutzen. Zu Hause abzuschalten und die To dos außer Acht zu lassen, fällt mir unheimlich schwer. Also muss ich weg. Das muss gar nicht weit sein, aber manchmal ist das einfach nötig. Aus diesem Grund war es schon wieder ein kleines Ausflugswochenende. Aber hey, man lebt nur einmal. 

 

Wir fahren ein wenig Richtung Schwarzwald und finden dort diesen schönen Fleck zum frühstücken

Nach dem Frühstück geht es in den Wald. Wir finden einen Abenteuerpfad und dieses kleine Backhäusen – das sieht aus wie bei Frau Holle.

Ich bin müde. Das sieht man mir an. Aber dennoch tut das so gut. Wir pflücken ein paar Wiesenblumen (an erlaubter Stelle)

Die Familie will den Weg noch etwas weitergehen und legt mich auf eine Liege mit Aussicht. Ich lese. 

 

Dieses Buch holt mich so sehr ab. Es geht um zwei Schwestern, die in das Haus ihrer verstorbenen Mutter an der Ostsee kommen, um es auszuräumen. Die Schwestern sind sehr unterschiedlich, der Verlust der Mama wiegt schwer. Jede hat ihr eigenes Leben, ihren eigenen Rucksack. Das Haus soll verkauft werden. So kommen die beiden zusammen und räumen alles aus. Manches behalten sie, einen Teil wollen sie verschenken und der Rest soll entrümpelt werden. Mit jedem Teil, dass sie in die Hand nehmen kommen Erinnerungen zurück. Im Buch findet man immer wieder – in jedem Kapitel kursive Schrift – dabei werden Geschichten und Erinnerungen von früher erzählt. Die Lebenswelten der beiden Schwestern sind unterschiedlich und jede hat eine andere Vorstellung von der ihres Gegenübers. Sie lernen sich in dieser Zeit neu kennen, aber auch ihre eigene (Familien – ) Geschichte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Durch den Tod meiner Mama, haben meine Schwester auch solche Dinge machen müssen. Manche Dialoge könnten von uns sein. Manchmal musste ich schlucken, aber gleichzeitig hat es mich so sehr berührt, dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen konnte. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert. 

 

Der Weg ist ihnen zu anstrengend und zu steil. Sie kehren um und wir finden ein Kneippbecken

Bevor wir zusammen packen, gehen gibt es noch ein kleines Kaffeekränchen

Auf Dem Rückweg machen wir noch Halt an einem Gestüt

Und nehmen uns die letzten Heidelbeeren mit

 

Zu Hause wird verräumt, gespielt, gegessen und danach geht auch gleich schlafen. Am Sonntag Morgen möchte ich gar nicht aufstehen, doch ich werde zum Frühstück geholt. 

Sonntagsfrühstück

Kreativzeit, Zeit zum wursteln, spielen, basteln

Danach geht es raus auf die Wiese. Der Regen der letzten Tage, hat Pilze spriesen lassen

Wir retten einen Regenwurm

Kultur für Kinder. Zum ersten mal seit Monaten. Open Air wird der Kleine Prinz musikalisch begleitet

Wir laufen über einen Flohmarkt zurück zum Auto

Es ist schön, wieder Dinge unternehmen zu können. Doch bei den Massen in der Stadt, spüre ich ganz deutlich, dass ich für so etwas nicht bereit bin und das auch gar nicht vermisst habe.

Zu Hause gibt es noch Abendessen – Wraps zum selbst zusammenstellen.

 

Auf geht´s in eine neue Woche, 

hoffentlich mit ein wenig Sonnenschein

 

 

Eure 

wheelymum

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