Behinderten – Sex – Bingo

In den letzten Wochen, habe ich immer wieder einmal darüber geschrieben, wie übergriffig manche Menschen einfach sind. Es geht um das Thema Sex. Genau genommen um das Thema Sex mit Behinderung. Auch Menschen mit Behinderungen haben Sex. Auf der einen Seite ist das ein Tabu, worüber immer noch viel zu wenig gesprochen wird. 

Dem Gegenüber steht aber die völlige Distanzlosigkeit mit der manche Menschen online und offline Menschen mit Behinderungen, manchmal völlig unvermittelt, auf ihr Sexualleben, ihre Vorlieben und noch vieles mehr, angesprochen werden. 

Ja, ich bin dagegen, dass Sex und Behinderungen taburisiert werden.

Ja, ich finde, man müsste viel mehr über Sex und Behinderung offen reden.

Nein, ich will nicht beim Einkaufen gefragt werden, ob ich denn Sex haben kann.

Nein, ich will nicht jedem erklären, wie meine Kinder entstanden sind.

Offenheit ja – Übergriffigkeit und Ableismus nein. 

Ich will keine Fragen über mein Sexualleben gestellt bekommen, die andere Menschen auch nicht gestellt bekommen. Ich will nicht in einem völlig unpassenden Rahmen darauf angesprochen werden, denn bei Menschen ohne Behinderung wird das auch nicht einfach so gemacht. Irgendwie scheint es aber bei manchen Menschen die Vorstellung zu geben: Den/die Behindert:e kann man das fragen, die können ja froh sein, wenn man sich dafür interessiert. Und dabei sind folgende Fragen keine Ausnahme oder Seltenheit. 

ein Bingo mit 3 x 4 Zeilen mit Fragen zum Thema Sex: Kannst du Sex haben? Wie lange kannst du? Will dich jemand? Geht nur die Missionarsstellung? Sex mit Behinderung, das will ich mal ausprobieren Das Bingo ist ganz einfach, jeder der schon mal eine dieser Fragen oder Aussagen gehört hat, macht ein Kreuz an dem Feld. Wer eine Reihe waagrecht, senkrecht oder diagonal ausfüllen hat: Bingo 

 

 

Eure

 

wheelymum

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