WMDEDGT – 5. Juli

5. Juli. Es regnet. 20 Grad am Morgen. Der Wecker klingelt früh, heute morgen steht Grundpflege auf dem Plan. Nach dem Duschen bekomme ich meinen ersten Kaffee. Ein Kind wacht auf und muss ganz dringend kuscheln. Nach 20 Minuten verabschiede ich es in den Tag und muss dirngend noch meine Physiotherapie absagen, weil ich ein krankes Kind zu Hause habe.

 

Das wünscht sich Nice Cream zum Frühstück. Wie gut, dass noch Bananen eingefroren sind. Dazu mixe ich gefrorene Bananenscheiben mit gefrorenen Beeren und etwas Milch – Blitzeis selbst gemacht sozusagen. Auch super bei Halsschmerzen.

 

Mein Kopf explodiert fast mit zig kleinen Aufgaben und ich schreibe eine gefühlt ewig lange to do Liste.

Ich richte Inhaliersachen und ermutige eine Runde zu inhalieren, dabei darf auch Handy geschaut werden.

Die Zeit nutze ich um die 6 Pakete fertig zu richten, die ich heute noch einer Freundin mitgeben möchte, die sie mir zur Post bringt. Als Übergabezeitpunkt ist 13 Uhr ausgemacht. Lieber mit etwas Puffer richten.

Danach möchte eine weiße Mütze für ein Sommerfest bestellt werden, ich bin schon ziemlich spät dran und kann gar nicht mehr frei wählen, sonst käme sie nicht mehr bis zum Wochenende an.

Inhaliersachen werden ausgekocht und wir spielen eine Runde.

Auf meiner To do Liste steht für heute auch Termine vereinbaren. Zwischen Handykalender und Familienkalender aus Papier versuche ich einen guten Überblick zu behalten und die ganzen Unterlagen nach dem Quartalswechsel und vor den Sommerferien im Blick zu behalten:

  •  Verordnungen für Therapien
  •  Feinschliff für den Rollstuhl
  •  Medikamente rechtzeitig vorplanen (Medikamentenengpass, Urlaub von Praxen und Vorrat)
  •  Überweisungen bestellen
  •  Vorsorgetermine vereinbaren (nette Erinnerung auch an euch)

 

Ein Blick ins Internet, zeigt mir zuerst eine gute Nachricht.

 

 

Danach muss auch ich meine Gedanken zum Thema Elterngeld und Kindergrundsicherung kund tun.

Das alles auf dem Rücken von Familien ausgetragen werden muss, ist einfach nicht fair. Ich wünsche mir aber diese Solidarität und den Zusammenhalt auch in den Bereichen: Kindergrundsicherung, Armut und Pflege. Da fehlt es nämlich immer an Allys.

 

Wir überlegen was das Kind gerne zu Mittagessen würde.

Nach dem Mittagessen brauchen alle eine Pause.

Danach stehen Hausaufgaben an und wir spielen mit Muscheln und Knetsand. Ich finde das ja auch total beruhigend.

Im Anschluss holen wir noch Ausmalbilder heraus. Ich habe vor kurzem dieses Malbuch zum Download entdeckt, welches pure Vielfalt abbildet.

Ein kleines Buchpaket kam an und wir lesen es gleich. So ein schönes und vor allen Dingen wichtiges Buch von Nora Imlau, über Gefühle und das man jederzeit weinen darf. Was weinst du denn so viel, kleines Krokodil. 

Ich habe einen Termin für ein Beratungsgespräch und bin immer noch so dankbar, dass dies online möglich ist. Dadurch werden mir ganz neue Möglichkeiten geöffnet.

Dieser Satz tut mir so unendlich gut.

Danach muss schon wieder inhaliert werden. Währenddessen versuche ich meine Physioübungen zu machen.

Ein Kind möchte nun noch Perlen fädeln und das andere den Umgang mit dem Zirkel erklärt bekommen. Ich möchte eigentlich nur ins Bett und schlafen. Aber das dauert noch ein wenig.

 

Das war wieder solch ein Tag, an dem ich das Haus gar nicht verlassen habe. Noch nicht mal im Garten war ich, weil es mir einfach zu anstrengend war. Ich mag diese Tage nicht und hoffe immer, dass sie schnell vorbei gehen. Am Ende des Tages denke ich dann müde darüber nach, dass er eigentlich schon schnell vorbei war und ich das auch schade finde…. naja, muss man vielleicht auch nicht immer verstehen.

 

wheelymum

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