Wie können wir als Gesellschaft mit Menschen mit Behinderungen umgehen?

Ganz einfach – ganz normal. Diese Frage sollte man sich 2021 eigentlich nicht mehr stellen müssen. Und doch ist es immer noch nicht selbstverständlich. Ich mag gar keine Rechtfertigungen oder Gründe dafür suchen. Teilhabe ist eine Querschnittsaufgabe der ganzen Gesellschaft. Nicht nur einzelne können dazu etwas beitragen. Es geht jeden, jeden Tag etwas an. Wie das gelingen kann? Hier ein paar kleine Tipps, für jeden von euch aber auch für Behörden und Vorgänge:

 

  1. Sprecht mich als Mensch an. Nicht als Rollstuhlfahrerin.
  2. Wenn ihr uns helfen wollt, fragt und bitte vorher und macht das nicht unaufgefordert.
  3. Egal wo, stellt die Menschen in den Mittelpunkt nicht die Abläufe oder Vorgaben.
  4. Der Leitsatz sollte immer sein: Menschenrechte zu schützen und zu wahren. Das bedeutet das jeder Mensch in seiner persönlichen Entfaltung unterstützt werden soll und dadurch die Grundrechte auch in der Realität umgesetzt werden.
  5. Demütigung und Diskriminierung muss vermieden werden.
  6. Antizipierend handeln – nicht nur in der Situation sondern schon vorher.
  7. Lest unsere Geschichten, aber schreibt sie nicht
  8. Steht uns zur Seite, aber stellt euch nicht vor uns
  9. Redet mit uns aber nicht über uns.
  10. Seht Menschen mit Behinderungen als das was sie sind – Menschen wie du und ich

 

 

Genau zu diesem Thema durfte ich in der Schule eine kleine Unterrichtseinheit halten. Die Kinder durften Fragen zur Behinderung und zum Rollstuhl stellen. Wir haben uns ausgetauscht.

Danach habe 2 Röntgenbilder des Brustkorbes gezeigt.

Was kann man darauf erkennen: Rippen, Lunge, Herz sagten die Kinder.

Manche Kinder  meinten zu erkennen ob es ein Mann oder eine Frau ist, aber weitere Merkmale hat man hier nicht erkannt. Denn im Innern sind wir alle gleich – egal welche Hautfarbe, welcher äußern Merkmale oder welche Behinderungen wir haben. Ja, natürlich gibt es Lungenkrankheiten und schwer kranke Herzen. Doch die Botschaft kam gut rüber – achte nicht zu sehr auf das was du siehst, sondern schaue dir den Menschen an und lasse dich auf ihn ein. So entstehen Begegnungen die beide Seiten bereichern können.

 

 

Eure

wheelymum

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